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Neuruppin Senioren beklagen schlechte Busanbindung
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Senioren beklagen schlechte Busanbindung
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19:14 11.09.2018
Seniorenbeiräte dreier Kreise (v.l.): Karl-Heinz Grollmisch (Chef des Beirates OHV), Diether Pickel (Vize-Chef PR), Sigrid Schumacher (Chefin OPR), Monika Mey vom Sozialministerium (zuständig für Seniorenpolitik), Wolfgang Puschmann (Vorsitzender Landesseniorenbeirat) Quelle: Foto: Vogel
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Neuruppin

Die 170 Seniorenbeiräte im Land Brandenburg wollen sich besser als bisher in die kommunalpolitische Arbeit vor Ort einbringen, damit die Probleme der Älteren schneller erkannt und behoben werden können.

„Mehr als 590.000 Brandenburger sind älter als 65 Jahre“, sagt Wolfgang Puschmann, der Vorsitzende des Landesseniorenbeirates. Das seien gut 23 Prozent aller Märker. Und der Anteil der Senioren wird laut Puschmann steigen. Experten gingen davon aus, dass in 20 Jahren schon fast jeder Dritte Brandenburger älter als 65 Jahre sein wird.

Teilhabe am Leben wird für Dorfbewohner schwerer

Die Beiräte sehen sich deshalb in Zukunft mehr denn je gefordert, um Senioren zu helfen, die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben in den Städten und Dörfern zu ermöglichen. Dazu gehört nicht allein die Pflege sozialer Kontakte, vielmehr geht es ebenfalls darum, dass Senioren Kulturveranstaltungen besuchen und sich bei der Kommunalpolitik einbringen können.

Das hat eine Befragung unter den Seniorenbeiräten ergeben, die jetzt bei einer Regionalkonferenz in den Ruppiner Kliniken vorgestellt wurde. Die Teilnehmer kamen aus der Prignitz, aus Ostprignitz-Ruppin sowie aus Oberhavel.

Ostprignitz-Ruppin ist bei Seniorenarbeit gut aufgestellt

Bei der Umfrage, an der sich 103 Beiräte beteiligten, wurde deutlich, dass das Gros der Senioren ihre Informationen zu seniorenpolitischen Themen aus ihrer Tageszeitung sowie aus Rundfunk und Fernsehen entnehmen. Hinzu kommen der Austausch mit anderen Beiräten sowie die Teilnahme an Kommunalversammlungen wie Gemeindevertretersitzungen und Stadtverordnetenversammlungen.

Die Ergebnisse der Umfrage sollen in den Beiräten diskutiert werden, um zu sehen, bei welchen Themen noch mehr Engagement gewünscht wird. In Ostprignitz-Ruppin seien die einzelnen Beiräte schon recht gut aufgestellt, sagt Sigrid Schumacher, die Chefin des Kreisseniorenbeirates. Nachdem sowohl im Amt Lindow als auch in der Gemeinde Fehrbellin Ansprechpartner für Senioren gefunden worden seien, fehle jetzt nur noch einer im Amt Temnitz.

Es fehlt noch ein Seniorenbeauftragter für das Amt Temnitz

Vielfach klagen Senioren über schlechte Busanbindungen in ihre Dörfer. Diese machten es schwer, auch mal am Nachmittag oder Abend zu einem Konzert oder zu einer Ausstellungseröffnung zu gelangen – und auch wieder mit dem Bus zurückzukommen.

Am meisten betroffen von diesem Problem sind Frauen. Sie stellen auch das Gros der Senioren. Allein von den gut 164.500 Menschen in Brandenburg, die über 80 Jahre alt sind, stellen sie rund 64 Prozent, sagt Wolfgang Puschmann.

Von Andreas Vogel

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