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Neuruppin Siebtklässler suchen ihre Stärken
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18:03 16.04.2018
Ab in die Zukunft. Wo wird jeder in zehn Jahren stehen? Jeder kann seinen Wunsch äußern. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Josefine weiß noch nicht so genau, was sie mal werden will. „Irgend etwas mit Pflege vielleicht“, sagt die 13-Jährige. Die Schülerin gehört gestern mit ihrer Klasse vom Kyritzer Gymnasium zu den ersten Schülern, die in der Neuruppiner Pfarrkirche den Parcours „Komm auf Tour“ absolvieren. Dieser soll den Siebtklässlern auf spielerischer Weise helfen, ihre Stärken und Schwächen zu erkennen. Dabei gilt es etwa, ein Labyrinth auf verschiedene Art und Weise zu meistern; zu überlegen, was und wo man in zehn Jahren sein will oder einfach sein Zimmer nach einer Party schnell aufzuräumen, bevor die Eltern wieder nach Hause kommen.

Das Projekt „komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft“ unterstützt Jugendliche, ihre eigenen Stärken zu entdecken und diese mit ihren Vorstellungen vom künftigen Beruf und vom eigenen Lebensweg zu verbinden. Die Botschaft lautet: „Finde heraus, was dich interessiert. Du kannst viel mehr, als du bislang weißt.“ 650 Schülerinnen und Schüler aus 7. Klassen gehen in der Neuruppiner Kulturkirche auf Entdeckungsreise.

„Macht aus euren Stärken euren Beruf und lebt euren Traum“, sagt Ralf Reinhardt, bevor der Parcours startet. Der Landrat bekennt, dass er erst nach seinem Jura-Studium die Politik für sich entdeckt hat. „Man muss in der Politik viel erklären, viel zuhören und vieles aus- und durchhalten“, so Reinhardt. Doch könne man als Politiker auch viel bewegen.

Trotz dieser Worte kann sich gestern kein Kyritzer Schüler vorstellen, später mal in die Politik einzusteigen. Maxi (12) will vielmehr Schauspielerin oder Kriminalpolizistin werden. „Ich kann gut reden und bin interessiert, anderen zu helfen.“ Auch Janne weiß schon recht genau, was er später einmal werden möchte: Polizist. An seinem Wunsch kann auch kein „Handleser“ etwas ändern, der ihm eine Zukunft als Betreiber eines Nagel-Design-Studios in Hamburg vorhergesagt, bevor die Schüler in eine Art Zeitkapsel steigen ...

Landkreis beteiligt sich seit vier Jahren am Projekt

„Jeder Schüler entscheidet selbst, was er später mal beruflich machen wird“, sagt Josefine. Genau diese Erkenntnis soll mit dem Projekt „Komm auf Tour“ gestärkt werden, das gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung organisiert wird. Der Landkreis beteiligt sich seit vier Jahren daran, er gibt diesmal 24 000 Euro, mit 23 000 Euro unterstützt die Arbeitsagentur das Projekt.

Dieses solle die Schüler ermutigen, sich was zu trauen, wenn es um ihre Zukunft geht und dabei nicht nur an die „klassischen Berufe“ für Mädchen und Jungen zu denken. „Mehr als jedes fünfte Mädchen will Verkäuferin werden“, sagt Cornelie Schlegel, die Chefin der Neuruppiner Arbeitsagentur. Schlegel findet das schade. Die Arbeitsamtschefin ist überzeugt davon, dass viele der Mädchen und jungen Frauen auch in anderen Bereichen sehr gut arbeiten würden. Schlegel hofft, dass das Projekt dabei hilft, dass das auch viele Schüler erkennen.

Insgesamt haben sich fast 650 Jugendliche aus 15 Schulen des Landkreises angemeldet. Gestern erkundeten auch Schüler aus Rheinsberg und Neuruppin den Parcours, heute werden Jugendliche aus anderen Schulen in Neuruppin und Kyritz sowie auch aus Wittstock sich ausprobieren können.

Von Andreas Vogel

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