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Neuruppin Sonderschau über Fotografin Marie Goslich im Wustrauer Brandenburg-Preußen-Museum eröffnet
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14:53 14.04.2019
Museumsleiterin Claudia Krahnert (Mitte l.) und Anna Ogdowski (r. daneben) bei der Vernissage. Quelle: Foto: Buddeke
Wustrau

Sozialromantik und idealisiertes Landleben mit städtischem Blick gesehen – so nennt Claudia Krahnert, die neue Leiterin des Brandenburg-Preußen-Museums in Wustrau, die bei der Vernissage der von ihr kuratierten Sonderausstellung gleich der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, die Fotos der Marie Goslich. Indes – sie sind weit mehr als das, wie sie den zahlreichen Vernissagebesuchern am Samstag weiter erklärte: Nämlich eine Schau über eine Pionierin des Foto-Journalismus.

Mit der Sonderschau über die Fotografin Marie Goslich hat sich Claudia Krahnert, die neue Leiterin des Brandenburg-Preußen-Museums in Wustrau, gleich ihre Sporen verdienen können. Am Samstag wurde sie bei der Vernissage ins Amt eingeführt und ihr Vorgänger Stephan Theilig verabschiedet.

Es ist die erste Ausstellung, die Claudia Krahnert für das Museum kuratierte. Aber bereits im Vorfeld habe sie sich ihre Sporen in Wustrau verdient, erklärt Stiftungsvorstand Andreas Bödecker. Krahnert, die im August 2018 als wissenschaftliche Mitarbeiterin ihren plötzlich scheidenden Vorgänger Stephan Theilig im Museum ablöste, sei damals, so Bödecker, der Feuerwehrhauptmann gewesen, als es darum ging, die von Theilig organisierte Ausstellung „Kriegsende 1918“ in einer Hauruck-Aktion zu einem guten Ende zu bringen. „Ohne Frau Krahnert hätten wir es nicht geschafft.“

Claudia Krahnert ist neue Museumsleiterin

Insofern sei es – bei allem Bedauern über den Weggang Stephan Theiligs – ein Glücksfall , dass Claudia Krahnert nunmehr die Leitung des Museums übernehme, obschon sie sich damals für ein Volontariat mit dem Schwerpunkt Museumspädagogik beworben habe. Letztere Stelle kann – auch das ein Glück, verkündet Bödecker – ebenfalls wieder besetzt werden: Mit Anna Ogdowski, einer ehemaligen Mitarbeiterin des Museums.

„Es ist uns gelungen, sie wieder zu uns zu locken“, so der Vorstand bei seiner Rede in der rappelvollen Wustrauer Kirche. Gerade in der Arbeit mit dem Nachwuchs sei das Museum derzeit enorm auf dem Vormarsch. Wurden vor 2014, als Stephan Theilig ins Museum kam, gerade mal 73 Schüler gezählt, sind es jetzt über 2000 jedes Jahr, die den Weg ins Museum finden – für Projekte, Besuche, Unterricht vor Ort. Für Anna Ogdowski eine Aufgabe, die es fortzuführen gilt.

Die Wanderin der Mark Brandenburg

Nach der Eröffnung in der Kirche, die von einem Leierkastenmann aufgelockert wurde, strömten die Besucher ins benachbarte Museum, um sich die Ausstellung anzusehen. Claudia Krahnert führt in Leben und Werk ein.

Es ist eine Ausstellung des Fontanejahres. Aber es wäre „bis zur Albernheit vermessen gewesen, mit der Leitausstellung in Neuruppin konkurrieren zu wollen“, so Bödecker. Insofern habe man sich auf Marie Goslich verlassen, die als „Wanderin in der Mark Brandenburg“, so der Arbeitstitel der Schau, ihr Bild auf Brandenburg zeige. Speziell das auf das Landleben bei Baumgartenbrück, wo sie alljährlich zur Urlaubsfrische aus Berlin anreiste.

Mit der Plattenkamera fotografiert

Marie Goslich sei – ganz anders als Fontanes Effi Briest einige Jahre zuvor – eine Frau, die ihre Meinung sagte, in Wort und Bild. Eine Pionierin des Foto-Journalismus, benennt es Claudia Krahnert, die die langsam bröckelnde brandenburgische Gegenwart, den Schwanengesang des alten Preußens, mit ihrer Plattenkamera einfing. Die wunderbaren Resultate wurden von den Gästen dicht umlagert.

Die Ausstellung ist bis zum 8. Dezember im Brandenburg-Preußen-Museum zu besichtigen: bis Oktober von Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr und November bis März von 10 bis 16 Uhr.

Von Regine Buddeke

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