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Neuruppin Ein Sänger mit Gefühl
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Ein Sänger mit Gefühl
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11:43 08.07.2018
In Berlin startete Pastor Kirk Smith seine Sängerkarriere, am Sonnabend begeisterte er die Neuruppiner mit seiner Stimme. Quelle: Cornelia Felsch
Neuruppin

Eigentlich ist er Pastor. Seit sechs Jahren leitet er eine Gemeinde in Berlin. Der Hartnäckigkeit seiner Kinder hat er es zu verdanken, dass er es auf die Konzertbühnen geschafft hat.

Am Sonnabend durchdrang seine Stimme die alten Neuruppiner Höfe zwischen Siechengasse und Seestraße – Kirk Smith & Friends waren in Fiddler’s Inn zu Gast. „Was wir heute hier erleben, das schlägt alles“, sagte Gastgeber Ralf Berkes, der schnell noch ein paar Stühle auftrieb, denn die Bänke auf dem Hof waren bereits eng besetzt und an der Fensterscheibe prangte das Schild mit der Aufschrift „ausverkauft“.

Musikalisches Temperament auf dem Hinterhof

Bereits die ersten Takte versetzten den Sänger in Bewegung und schnell übertrug sich sein musikalisches Temperament auf die Zuhörer. Es gibt Konzerte, da stimmt von der ersten Sekunde an einfach alles. So ein Konzert erlebten die Neuruppiner am Sonnabend. Ein kleiner Vogel, der den Weg in den Konzerthof fand und immer wieder auf einigen Köpfen der Gäste landete, inspirierte auch den Sänger: „Ist es nicht schön, fliegen zu können?“, sagte er und sang mit seiner enorm weichen und intensiven Stimme „Fly me to the moon“.

2014 wurde Kirk Smith, der in Chicago geboren wurde und während seiner Militärzeit nach Berlin kam, gefragt, ob er nicht bei „The Voice of Germany“ mitmachen wolle. Doch öffentliche Auftritte waren nicht sein Ding und er lehnte ab, nicht zum ersten mal. Doch beim Abendbrot fragte die jüngste Tochter: „Papa, willst du Deine Lieder nur in der Kirche singen? Gott hat dir eine tolle Stimme gegeben, die solltest du mit allen Menschen teilen.“ Das hat ihn nachdenklich gestimmt und er hat sich beworben.

Virtuoser Sänger mit Gefühl

Die Jurymitglieder waren damals von seiner Stimme überwältigt und fast über Nacht wurde er bekannt. Mittlerweile gehört der fünffache Vater zu den besten Soul- und Gospelsängern Deutschlands. „Ich singe gern, obwohl ich keine Note lesen kann, ich singe mit Gefühl.“

Und das tat er für den Rest des Abends mit Songs wie „Hit the road jack“, „What a wonderful world“, „Let it shine“ oder „Amazing grace“. Als Sänger ist er virtuos. Während seine Beine im Rhythmus tanzen, vibrieren seine Finger, der ganze Mensch ist Musik.

Bei rockigen Rhythmen, jazzigen Improvisationen und beschwingten Gospelklängen erleben die Zuhörer immer wieder den Pastor auf der Bühne, der die begeisterten Musikfans beschwört, sich zu zulächeln und die Kinder zu lieben. „Kinder sind wichtig, sie bringen neue Ideen in das Leben, deshalb habe ich so viele.“

Von Cornelia Felsch

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