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Neuruppin Nach Tod einer 17-Jährigen: Revision gegen Berufungsurteil eingelegt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Nach Tod einer 17-Jährigen: Revision gegen Berufungsurteil eingelegt
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00:21 31.01.2019
Das Kreuz an Unfallstelle erinnert an Vanessa. Quelle: Foto: Christian Bark
Neuruppin

Und noch immer ist die rechtliche Aufarbeitung des dramatischen Verkehrsunfalles, der sich am 18. September 2016 auf der Landstraße zwischen Dossow und Wittstock ereignete, nicht zu Ende. Damals kam die 17-jährige Schülerin Vanessa Fitz zu Tode, als der Autofahrer Stephan F. mit der Mopedfahrerin kollidierte.

Bewährung statt Gefängnis

Wegen fahrlässiger Tötung hatte das Neuruppiner Amtsgericht den 27-jährigen Unfallfahrer im März 2018 zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren ohne Bewährung verurteilt. Dagegen hatte Stephan F. Berufung eingelegt. Die Verhandlung vor dem Landgericht Neuruppin am Mittwoch endete mit einer milderen Strafe. Die vierte Strafkammer, besetzt mit einem Berufs- und zwei ehrenamtlichen Richtern, verhängte eine Strafe von anderthalb Jahren, die sie zur Bewährung aussetzte.

Revision gegen Berufungsurteil eingelegt

Gegen die Entscheidung ist das Rechtsmittel der Revision möglich. Die hat die Staatsanwaltschaft eingelegt, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte.

Nun muss das Oberlandesgericht prüfen, ob das Urteil des Landgerichts Rechtsfehler aufweist. In dieser Instanz werden nicht noch einmal die tatsächlichen Umstände des Falles untersucht.

Kommt das Oberlandesgericht zu dem Schluss, dass das Urteil fehlerhaft ist, wird die Sache an das Landgericht Neuruppin zurückverwiesen. Eine andere Strafkammer muss dann erneut verhandeln.

Diese kann zu einem anderen Ergebnis kommen. Allerdings: Das sogenannte Verschlechterungsverbot gilt insoweit, dass Stephan F. nicht höher als in dem erstinstanzlichen Urteil bestraft werden kann, also zu nicht mehr als zwei Jahren ohne Bewährung.

Von Dagmar Simons

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