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Neuruppin Eine Tiefgarage unter der Innenstadt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Eine Tiefgarage unter der Innenstadt
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00:22 29.06.2018
Entlang des Braschplatzes dürfen nur noch Anwohner parken. Andernorts gilt wegen der Bauarbeiten generellles Halteverbot. Quelle: Reyk Grunow
Neuruppin

Auch wenn Baudezernent Arne Krohn von der Idee nicht besonders begeistert ist: Das Neuruppiner Bauamt soll prüfen, ob es einen Investor gibt, der bereit wäre, unter dem Bernhard-Brasch-Platz eine Tiefgarage zu bauen. Das ist ein Ergebnis der Stadtverordnetenversammlung vom Montag.

Abgeordnete aus mehreren Fraktionen waren verärgert über die aktuelle Situation in der Innenstadt. Seit der vergangenen Woche wird in der Friedrich-Engels-Straße gebaut. Durch die Baustellen und die komplizierte Umleitung sind in der Innenstadt viele Parkplätze weggefallen.

„Das geht so nicht“, echauffierte sich Michael Gayck von der CDU am Montag und forderte von der Stadtverwaltung erneut, den Braschplatz vorübergehend als Parkplatz freizugeben. Der permanente Mangel an Stellplätzen sei für die Anwohner unerträglich und halte Besucher davon ab, überhaupt erst in die Stadt zu kommen, sagt er.

Schon einmal hatten die Stadtverordneten diskutiert, den Platz unter den Bäumen auf dem Braschplatz zum Parken zu nutzen. Und sie hatten die Idee verworfen. Quelle: Reyk Grunow

Dieser Idee hatte Krohn schon einmal keinen Erfolg prophezeit. Der Braschplatz sei nie als Parkplatz gedacht gewesen, wiederholte er am Montag. Um dort dauerhaft Autos abstellen zu können, müsste zumindest eine Entwässerung gebaut werden. Außerdem wäre dazu die Zustimmung der Denkmalbehörde nötig. Dafür sieht Krohn wenig Chancen. Zumal sich das Pro­blem aus seiner Sicht in Grenzen hält.

Durch die Bauarbeiten seien lediglich 147 Parkplätze weggefallen, sagte er. Allerdings hatte die Stadt auch in den vergangenen Tagen einige Halteverbote wieder rückgängig gemacht, die in der vergangenen Woche noch bestanden, und weiter Parkplätze ausgeschildert, etwa in der Karl-Marx-Straße.

Arbeiten in der Schinkelstraße bis Ende Juli beendet

Ende Juli soll die Schinkelstraße freigegeben werden, so der Baudezernent. Dort gibt es dann mehr Stellplätze als vor den Bauarbeiten. Und im September soll auch die Reparatur des Pflasters zwischen Virchowstraße und Poststraße beendet sein, so dass dort wieder alle Parkplätze zur Verfügung stehen.

Parallel dazu ist das Bauamt gerade dabei, das gesamte Parkkonzept für die Innenstadt zu überarbeiten. Dabei sollen auch Studenten der Technischen Universität Cottbus mitarbeiten, so Krohn. Noch in diesem Jahr will er erste Ergebnisse vorlegen.

Tiefgarage war schon früher Thema

SPD-Fraktionschef Nico Ruhle brachte die Idee der Tiefgarage ins Spiel. Ganz neu ist die nicht. Neuruppin hat sogar einen Bebauungsplan, der so eine Tiefgarage im Prinzip zulassen würde. Allerdings liegt der seit vielen Jahren auf Eis, und die Verwaltung hatte bisher auch nicht die Absicht, ihn wieder zu beleben, so Krohn: „Da haben wir gegenwärtig ganz klar andere Prioritäten.“

Wie Krohn zweifelte auch Bürgermeister Jens-Peter Golde an der Machbarkeit, allein schon wegen des Denkmalschutzes. Einfach so vom Tisch wischen konnte er das Thema am Montag aber auch nicht, zu groß war der Druck der Abgeordneten.

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Vielleicht sollte die Stadt einmal unverbindlich bei Parkhausbetreibern anfragen, ob sie an einer Tiefgarage in Neuruppin Interesse hätten, schlug Ruhle vor und Golde stimmte schließlich zu. Doch selbst wenn sich Interessenten finden sollten, heißt das noch nicht, dass wirklich eine Tiefgarage gebaut wird. Das müssten die Stadtverordneten gesondert beschließen, sollten sich tatsächlich potenzielle Investoren finden.

Von Reyk Grunow

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