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Neuruppin Stadtwerke entsorgen Laub in Neuruppin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Stadtwerke entsorgen Laub in Neuruppin
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00:27 05.11.2018
Die Säcke können vors Grundstück gestellt werden, wo der Stadtservice sie abholt. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Eigentlich ist es erst einmal nur ein Versuch. Die Neuruppiner Stadtwerke wollten testen, wie gut die Idee angenommen wird. Deren Vertriebschef Guido Gerlach scheint selbst ein bisschen überrascht von dem großen Interesse der Neuruppiner: Erstmals bietet das Neuruppiner Versorgungsunternehmen an, das Laub und Gartenabfälle für die Bürger in Neuruppin und den Ortsteilen zu entsorgen.

Seit Mitte Oktober verteilt das Unternehmen dazu Papiersäcke, die der Stadtservice – früher Stadtbauhof – später gefüllt wieder abholt. 5660 der Säcke davon sind in den wenigen Tagen seit dem Start der Aktion schon weggegangen, sagt Guido Gerlach: „Das wird sehr gut angenommen.“ 16 000 Papiersäcke haben die Stadtwerke für diesen Herbst bestellt.

Viel Lob aus Alt Ruppin

Alt Ruppins Ortsvorsteherin Heidemarie Ahlers ist ganz begeistert davon. „Seit Jahren habe ich für so eine Möglichkeit gekämpft“, sagt sie. Vor allem Anwohner mit vielen Straßenbäumen vor der Haustür beschweren sich regelmäßig wieder, dass sie das Laub der Stadt entsorgen müssten und dafür auch noch bezahlen sollen.

Zwar lässt der Landkreis Ostprignitz-Ruppin jedes Jahr im Herbst Container aufstellen, in die die Bürger kostenlos Gartenabfälle werfen können. Doch die sind oft schneller voll, als sie aufgestellt werden und oft schon wieder abgeholt, ehe das Laub überhaupt gefallen ist.

Die Neuruppiner Stadtwerke gehen einen etwas anderen Weg. Sie bieten für die Bürger schlichte Papiersäcke an, die sich jeder im Kundenbüro an der Heinrich-Rau-Straße, im Bürgerbahnhof und in der Geschäftsstelle des Vereins Haus und Grund am Schulplatz abholen kann.

120 Liter zum Verrotten

120 Liter fast jeder, maximal jedoch 20 Kilogramm Laub, Grünschnitt oder Zweige. Plastik oder an andere Abfälle dürfen auf keinen Fall darin landen, denn die Säcke sollen später samt Inhalt einmal verrotten. Deshalb dürfen die Säcke auch nicht zugebunden werden.

Jeder kann sich bis zu zehn dieser Säcke abholen. Wer eine öffentliche Fläche pflegen möchte, bekommt auch mehr, versichert der Stadtwerkechef Joachim Zindler.

Kostenlos gibt es die Säcke für jeden, der seinen Strom, Gas, Fernwärme oder was er auch immer beziehen könnte, von den Stadtwerken liefern lässt – als Bonus für die Kunden des städtischen Energieversorgers. Alle anderen zahlen 3,95 Euro pro Sack.

Stadtwerke sollen die Abfälle verwerten

Dafür holen die Mitarbeiter des Stadtservice die gefüllten Papiersäcke direkt vor der Tür ab und entsorgen sie ordnungsgemäß.

Fünf verschiedenen Touren durch die Stadt und die Ortsteile hat der Stadtservice dafür festgelegt, jede wird bis Anfang Dezember viermal bedient. Wer seine Laubsäcke wann vor die Tür stellen kann, steht auf einem Merkblatt, das mit den Tüten ausgegeben wird.

„Wir wollen Laub und Grünabfälle weitgehend selbst verwerten“, sagt der Stadtwerke-Geschäftsführer Joachim Zindler. Rund um das Klärwerk will, das Unternehmen in den nächsten Jahren ordentlich investieren. Dort soll ein neuer Betriebshof für den früheren Stadtbauhof entstehen, damit der sein bisherige Gelände an der Gentzstraße in absehbarer Zeit räumen kann.

Rundherum planen die Stadtwerke weitere Investitionen, etwa für die Produktion von Holzhackschnitzeln als Brennstoff. Auch eine Anlage zum Nachrotten von Klärschlamm ist vorgesehen. Perspektivisch könnte ein Teil des Laubs dort verwertet werden, hofft Zindler.

Von Reyk Grunow

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