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Neuruppin Bombe oder nicht? Die Suche läuft
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Bombe oder nicht? Die Suche läuft
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00:21 16.06.2018
Das Gelände unmittelbar um den Fundort ist bereits gesperrt. Quelle: Reyk Grunow
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Neuruppin

Bestätigt sich der Bombenverdacht in Neuruppin oder nicht? Die Munitionsexperten hoffen am heutigen Mittwoch auf Klarheit. Am Morgen haben die Fachleute der Kampfmittelräumfirma Röhll begonnen, den verdächtigen Metallgegenstand auszugraben, den sie in der Nähe eines Garagenkomplexes an der Mesche in Neuruppin im Boden geortet hatten.

Die Männer hatten das Gelände im Auftrag der Stadtverwaltung untersucht, die dort bauen will. Es ist bekannt, dass das gesamte Areal rundherum im Zweiten Weltkrieg von alliierten Fliegern bombardiert wurde. In den vergangenen Jahren wurden in der Nähe bereits mehrere Blindgänger entdeckt.

Mit Sonden haben die Männer der Firma Röhll das Magnetfeld im Boden bis in fünf Metern Tiefe kontrolliert. Dabei haben sie eine sogenannte Anomalie entdeckt, die auf einen großen Metallgegenstand hindeutet. Der liegt drei Meter tief – typisch für Blindgänger aus dem Weltkrieg.

Der Garagenkomplex, neben dem der Metallkörper im Boden geortet wurde, darf nicht mehr betreten werden. Quelle: Reyk Grunow

Am Mittwochvormittag haben die Fachleute begonnen, den Gegenstand freizulegen. Klarheit, ob es sich um einen Blindgänger handelt, gibt es erst, wenn die verdächtige Körper ausgegraben wurde.

Wie lange das dauert, konnte Gerd Fleischhauer vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Polizei am Mittwoch nicht genau sagen: „Wir erwarten eine Ergebnis heute oder am Donnerstag.“ Fleischhauer leitet die Suche.

Stromleitung liegt unmittelbar neben dem Fundort

Erschwert werden die Arbeiten durch eine große Stromleitung, die unmittelbar neben dem Fundort verläuft. „Die Leitung wurde zwar bereits abgeschaltet“, sagt Fleischhauer. „Aber wird brauchen jetzt trotzdem noch einen Elektriker hier vor Ort.“ Möglicherweise muss das Stromkabel erst umverlegt werden, bevor die Grabungen weitergehen können.

Bestätigt sich der Verdacht, dass dort eine Fliegerbombe liegt, soll die am Freitag entschärft oder notfalls gesprengt werden. dazu müssten 7000 Menschen den Sperrkreis rund 1000 Meter um den Fundort räumen.

Sollte sich der Verdacht bestätigen, muss ein Gebiet 1000 Meter um den Fundort am Freitag bis 8 Uhr geräumt werden. Quelle: Stadt Neuruppin

Große Teile der Altstadt und des Neubaugebietes rund um die Junckerstraße müssten evakuiert werden, die B 167, etliche andere Straßen und auch die Bahnlinie des Prignitz-Express wären dann für mehrere Stunden gesperrt.

Vor drei Wochen hatten die Munitionssucher schon einmal einen Metallgegenstand nur wenige hundert Meter entfernt entdeckt. Neuruppins Stadtverwaltung bereitete sich daraufhin auf die größte Evakuierung seit Jahrzehnten vor. Dazu kam es letztlich aber nicht: Die vermeintliche Bombe entpuppte sich als altes Brunnenrohr.

Mit einem ähnlichen Fund rechnet Gerd Fleischhauer an der Mesche nicht. „Das Gelände dort war nie bebaut“, sagt er. Ein Brunnenrohr dürfte es dort also nicht im Boden geben.

Von Reyk Grunow

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