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Neuruppin Schüler schlichten Streit
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14:46 12.01.2019
Spielerisch trainiert die Lehrerin Monika Abrahams (2.v.r.) mit den Kindern logisches Denken. Quelle: Foto: Cornelia Felsch
Neuruppin

Seit Anfang Januar können Eltern ihre demnächst schulpflichtigen Kinder in den Schulen anmelden. Beim Tag der offenen Tür haben sie Gelegenheit, schon mal ein wenig hinein zu schnuppern in die Welt der Schule. Am Sonnabend war die Rosa-Luxemburg-Schule für zwei Stunden geöffnet, um über den Schulalltag zu informieren.

Erst einmal saßen die Eltern für eine Schulstunde auf der Schulbank. Direktor Matthias Kamnick unterrichtete. Die Geschichte des Schulhauses, Lehrer- und Schülerzahlen, Lehrpläne und Unterrichtsstrukturen standen auf dem Programm.

Flexibel in den Schulalltag starten

Die Erstklässler werden in der Rosa-Luxemburg-Schule in der Regelklasse oder in der Flex-Klasse unterrichtet. „Die Erfahrungen haben uns gezeigt, dass weder die eine noch die andere Form besser oder schlechter ist“, sagt Matthias Kamnick.

„In der flexiblen Eingangsphase, in der Kinder der 1. und 2. Klasse gemeinsam unterrichtet werden, wird mehr Wert auf soziale Kontakte gelegt.“ Schüler der zweiten Klasse stehen den Erstklässlern hilfreich zur Seite. Ein Modell dass sich durchaus bewährt hat.

Dankbar ist der Direktor aber auch darüber, dass die Schule seit 2003 über eine eigene Sonderpädagogin verfügt. Antje Kulow nutzt ihre Stunden um den Unterrichtsstoff zu festigen oder spielerisch noch einmal aufzuarbeiten. Dafür hat sie einen eigenen Raum zur Verfügung. „Hier haben die Kinder dann auch wesentlich mehr Ruhe“, sagt sie.

Schüler schlichten Streitfälle

Neue Wege zu gehen, ist für diese Schule scheinbar nichts Ungewöhnliches. Seit Beginn des Schuljahres werden Streitfälle von den Schülern selbst geschlichtet. Dafür wurden aus der Klasse 6a sechs vertrauenswürdige Schüler ausgewählt. „Es ist natürlich nicht immer ganz einfach“, sagt Justus Werneke. „Nicht alle Schüler wollen uns akzeptieren. Doch die Lehrer haben ihnen erklärt, dass sie uns respektieren müssen.“

Die meisten Schüler nehmen die Hilfe der jungen Streitschlichter jedoch gern in Anspruch. Das beweist eine dicke Mappe von Streitfällen. Fast täglich werden die Schlichter um Hilfe gebeten, etwa 45 Fälle waren es seit Beginn des Schuljahres. Mittlerweile kennen die sechs Schüler ihre Pappenheimer. „Meistens sind es immer wieder die selben Schüler“, sagt Justus, der auch ein wenig stolz ist, auf die verantwortungsvolle Aufgabe. Bereits in Hamburg und Potsdam wurden derartige Versuche an Schulen gestartet, berichten die Schüler. „An unserer Schule sind wir nun die Versuchskaninchen“, sagt Trixi Gronau.

Eltern engagieren sich im Förderverein

Nicht nur das Engagement der Schüler, sondern auch das der Eltern ist an der Schule gefragt. Seit zehn Jahren existiert ein Förderverein. Zurzeit hat der Verein 46 Mitglieder, die Veranstaltungen organisieren, Projekte fördern, jährlich für die Erstklässler ein Kinderfest ausrichten und natürlich auch beim Drachenbootrennen dabei sind.

Möglichkeiten , sich der Neigung entsprechend zu entfalten, gibt es an der Schule zahlreiche – sei es am Schachbrett, beim Tanzen, im Chor , beim Kochen, im Schulgarten oder im Kreativraum. Und dabei bemühen sich Lehrer und Eltern immer darum, möglichst auf dem neuesten Stand zu sein. Auch Roboter haben bereits Einzug gehalten. Allerdings bittet der Direktor die Eltern auf WhatsApp-Gruppen möglichst zu verzichten. „Wenn Sie gut informiert sein wollen, dann wenden Sie sich lieber an die Lehrer“, sagt er zu den Eltern.

Von Cornelia Felsch

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