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Neuruppin Schöller-Festspiele auf Tournee
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Schöller-Festspiele auf Tournee
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00:19 15.08.2018
Benedict Zeidner (l.) und Domenic Wagner am Werk. Quelle: Peter Lenz
Neuruppin

Seine Premiere in der Fontanestadt feierte am Freitagabend das Prignitz – Ruppiner Komödienfestival der 9. Schöller Festspiele mit seinem Stück „2. Satz Scherzo Spirituoso“ auf dem Neuruppiner Schulplatz. Ein Stück, oder besser gesagt eine Aneinanderreihung von musikalischer Spitzenleistung, gepaart mit einem Feuerwerk an Komik und allerbester Unterhaltung.

Die beiden Hauptakteure, Benedikt Zeidner und Dominik Wagner, verstanden es von der ersten Minute an, die etwa 180 Zuschauer in das Geschehen einzubeziehen und zu regelrechten Lachstürmen zu animieren.

Bi-Ba-Butzemann von Mozart bis Boygroup

In 90 Minuten wurde der aus dem Kinderlied stammende Bi-Ba-Butzemann auf unterschiedlichste Weise und unter Verwendung der verschiedensten Musikrichtungen dem Publikum dargebracht, wobei man natürlich auch jegliche künstlerische Freiheiten für sich nutzte.

So reichte das musikalische Repertoire von Bach über Mozart, bis hin zu den Boygroups der 90er Jahre.

Musik, Tanz und Sketsche lösten einander stetig ab, und so wurden die Lachmuskeln der Anwesenden einem regelrechten Härtetest unterzogen.

Kleidertausch auf offener Bühne

Fünf Jahrhunderte Musikgeschichte trafen ungebremst auf fünf Jahrzehnte Popgeschichte. Zunächst Dominik am Klavier und Benedikt Gesang und Stepptanz, schlüpften die beiden Entertainer gekonnt in die Rolle des jeweilig anderen wobei sich das nicht nur auf Ihren Part in der Show bezog, sondern sehr persönlich bis zum Wechsel der Kleidung während eines Klaviersolos reichte.

Die dargebrachten Scherze waren nicht abgegriffen und flach, sondern eher tiefgründig und zum Nachdenken anregend. Dabei verwendenden die beiden Comedians eine Mischung von spirituellem Schlagworten, astrologischer Weisheiten und einer gehörigen Portion Erotik und Vulgarität.

Zuschauer auf dem Neuruppiner Schulplatz. Quelle: Peter Lenz

Nach der Pause schließlich nahm die Reise des Butzemanns über die Kontinente noch einmal richtig Fahrt auf, und plötzlich fand man sich inmitten des „Königs der Löwen“ oder am Ende auch in der Türkei wieder. Schon am Eingang zum Festgelände wurde man übrigens schon sehr herzlich von dem zum Leben erwachten „Logo der Schöller-Festspiele“, einer Clownin alias Frederike Drews, auf das herzlichste begrüßt, wobei das freundliche Lachen bereits ein Vorgeschmack auf das gesamte Programm war.

Die Eheleute Edith und Bernd Voigt aus Manker brachten es eigentlich auf den Punkt: „Es ist wunderbar.“ Beide hatten bereits schon einmal das Vergnügen, allerdings mit einem anderen Programm. Ihre Erwartungen wurden mehr als erfüllt, so das Paar.

Alles begann mit „Pension Schöller“

Aber auch der Festspielleiter Peter Schroth war mehr als zufrieden mit dem Abend. Bereits seit neun Jahren sagt er, mache man diese Art der Unterhaltung, und begonnen hatte alles einmal mit dem Stück „Pension Schöller“. Durch den großen Erfolg der verschiedenen Aufführungen ermutigt, wurde das Theater Mobil gegründet, womit nicht nur die Hauptbühne Kampehl bespielt werden kann, sondern eben auch die anderen Orte wie die Partnerstädte Wusterhausen, Neustadt oder eben auch Neuruppin.

Die Mobile Bühne wurde mittels umgebauten LKW durch die Firma Füllgraf realisiert. Für die kommenden Jahre sind laut Peter Schroth weitere Höhepunkte auch in Hinsicht auf das zehnjährige Bestehen der Bühne und auch zum Fontanejahr geplant.

Das Vorprogramm gestaltete an diesem Abend die Gruppe „The Exception“ aus Neuruppin.

Von Peter Lenz

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