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Neuruppin Autohof mit Wasserstoff-Tankstelle wird gebaut
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Autohof mit Wasserstoff-Tankstelle wird gebaut
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02:21 29.04.2018
Wasserstoff gilt als umweltfreundlicher Kraftstoff, ist aber noch wenig verbreitet. Quelle: dpa
Neuruppin

Zuletzt war kaum noch etwas zu hören von dem Projekt – gestorben ist der geplante Bau eines Autohofes bei Bechlin an der B 167 aber nicht. „Der Bau des Autohofs mit Wasserstoffbereich ist seitens Total fest eingeplant“, versichert Annika Schön, Sprecherin des französischen Mineralölkonzerns in Deutschland, jetzt auf Nachfrage.

Das Unternehmen Total wollte schon vor Jahren an der Autobahnabfahrt Neuruppin einen Autohof samt Zapfmöglichkeit für Wasserstoff errichten. Wasserstoff gilt als umweltfreundlicher Brennstoff und mögliche Alternative zu Benzin und Diesel. Gebraucht wird er auch für Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb.

Bisher sind Fahrzeuge mit Brennstoffzellen als Energielieferanten in Deutschland noch vergleichsweise selten. Das dürfte auch daran liegen, dass nur wenige Tankmöglichkeiten gibt, vor allem im Ostdeutschland.

Zwischen Berlin, Hamburg und Rostock gibt es keine solche Tankstelle

Die Wasserstofftankstelle, die auf dem neuen Autohof bei Neuruppin geplant ist, wäre eine von dreien in ganz Nordostdeutschland. In Berlin gibt es bisher vier Tankmöglichkeiten für Wasserstoff, in Hamburg ebenfalls vier und in Rostock eine. Auf den Strecken zwischen den drei Städten existieren bisher jedoch keine Zapfmöglichkeiten.

Total plant den Bau eines Autohofes bei Neuruppin, Shell will in Hagenow investieren; beide Orte dicht an der A 24. Dabergotz hatte die Bauanfrage von Total abgelehnt, Neuruppin nicht. Die Stadt tat alles, um so schnell wie möglich einen Bebauungsplan aufzustellen. Der ist inzwischen längst fertig.

Wann die Bauarbeiten zwischen Bechlin und der Autobahn beginnen, ist trotzdem ungewiss. „Derzeit befindet sich das Projekt noch in der Genehmigungsphase“, sagt Total-Sprecherin Annika Schön. Erst wenn alle Genehmigungen vorliegen, könne der Architekt einen Zeitplan erstellen und abschätzen, wann der neue Autohof fertiggestellt werden könnte.

Verträge mit Stadt und Stadtwerken sind unterschrieben

Mit Neuruppin sind inzwischen alle nötigen Vereinbarungen geschlossen, sagt Sabine Supke aus dem Baudezernat der Stadt. Auch die Stadtwerke haben alle Verträge zur Erschließung unter Dach und Dach.

Der Autohof soll es möglich machen, Fahrzeuge in drei bis fünf Minuten mit gasförmigem Wasserstoff zu tanken. Dazu ist eine Tanksäule geplant, die den Brennstoff mit einem Druck von 700 bar liefert. Alle anderen üblichen Kraftstoffe werden natürlich ebenso zu bekommen sein.

Im gesamten Land Brandenburg sind derzeit drei Wasserstofftankstellen in Planung, eine in Neuruppin, eine weitere in Potsdam, die dritte am Flughafen Schönefeld.

Um Fördermittel des Bundes für die Wasserstofftankstelle zu bekommen, wollte Total ursprünglich bereits 2016 mit dem Bau des Autohofes fertig sein.

Von Reyk Grunow

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