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Neuruppin Gefährliche Bäume am Seedamm
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00:21 08.07.2018
Der Weg am Fuße des Neuruppiner Seedamms bleibt gefährlich – auch wenn die Absperrungen immer wieder zur Seite gerückt werden. Quelle: Reyk Grunow
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Neuruppin

Der Uferweg am Fuße des Neuruppiner Seedamm bliebt vorerst weiter gesperrt. Der Landesstraßenbetrieb kann es nach wie vor nicht verantworten, dass der Weg benutzt wird – zu groß ist das Risiko, dass ein Spaziergänger oder Radfahrer verletzt werden könnte. Auch wenn das viele nicht wahrhaben wollen.

„Wir haben dort noch immer gefährliche Bäume“, sagt Dieter Blank, der Leiter der Straßenmeisterei Neuruppin. Er hatte Anfang April angeordnet, dass der Uferweg sofort gesperrt wird. Damals war bei einem Gewitter eine Pappel umgestürzt und mitten auf die Fahrbahn gefallen. Zum Glück wurde niemand verletzt.

Dass mehrere der alten Bäume neben dem Seedamm am Ufer des Ruppiner Sees in bedenklichem Zustand sind, ist seit Langem bekannt. Doch offenbar gab es bis vor wenigen Monaten Unklarheit darüber, wer für diese Bäume und ihre Sicherheit zuständig ist.

Anfang April war ein Baum auf die Straße gestürzt. Quelle: Blaulichtreport Neuruppin/Archiv

Die Straßenmeisterei war lange davon ausgegangen, dass ihre Verantwortung mit der eigentlichen Straße über den Seedamm endet und die Bäume am Ufer ein Problem sind, um das sich die Stadt Neuruppin kümmern muss oder aber eine andere Behörde. Doch das war ein Irrtum.

Im Frühjahr schickte der Landesstraßenbetrieb Fachleute, die genau nachgemessen haben, bis wohin seine Grundstücke wirklich reichen. Ergebnis: Der Uferweg mit den Bäumen fällt in die Hoheit des Landesbetriebs Straßenwesen Brandenburg.

Zustimmung der Naturschutzbehörde nötig

Straßenmeister Blank war alarmiert und vereinbarte ein Treffen mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises, um zu prüfen, welche Bäume wie gefällt oder beschnitten werden dürfen.

Die monatelange Sperrung des Weges verwundert mittlerweile auch einige Stadtpolitiker. Der Stadtverordnete Olaf Matschoss wollte von der Stadtverwaltung wissen, wenn der Uferweg denn endlich wieder freigegeben wird. Doch Baudezernent Arne Krohn konnte dazu wenig sagen – die Stadt ist in diesem Fall der falsche Ansprechpartner.

Größte Gefahr wurde Anfang Juni beseitigt

Die Straßenmeisterei hat Anfang Juni die größten Gefahrenquellen wegräumen lassen. Freigeben kann sie den Uferweg trotzdem nicht.

Erst soll ein Gutachter sich die Bäume dort genau ansehen und entscheiden, was weiter zu tun ist, sagt Dieter Blank. Der Gutachter ist schon beauftragt und soll demnächst mit der Untersuchung beginnen.

Was dem Straßenmeister derzeit die meisten Sorgen bereitet: „Die Menschen sind so unvernünftig und räumen die Absperrungen immer wieder weg.“ Dabei dürften die Warnschilder unübersehbar sein: „Achtung Lebensgefahr! Gefahr von umstürzenden Bäumen und abbrechenden Ästen.“

Im Herbst war nur wenig entfernt ein anderer Baum umgestürzt und hatte ein altes Bootshaus zerstört. Anlieger hatte das Unglück dort schon lange befürchtet. Quelle: Reyk Grunow/Archiv

Die Straßenmeisterei hat versucht, die Absperrungen noch einmal extra zu sichern. Doch auch das scheint kaum jemand abzuschrecken. Dieter Blank hofft, dass niemand seiner Behörde die Verantwortung zuschiebt, sollte dort trotz aller Warnungen jemandem etwas passieren.

Die Pappeln am Ufer sind nicht das einzige Problem. Auch am Beginn des Seedamms stehen einige große Bäume, bei denen Anlieger überzeugt sind, dass sie eine Gefahr darstellen. Dort ist die Stadt Neuruppin zuständig, die den Bäumen stets Standfestigkeit attestiert hatte. Im Herbst war auch dort bei einem Sturm ein großer Baum umgestürzt und hatte ein benachbartes Bootshaus zerstört.

Von Reyk Grunow

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