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Unbekannte zerstören Gedenkkränze für Neonazi-Opfer

Nach Todestag eines Neuruppiner Obdachlosen Unbekannte zerstören Gedenkkränze für Neonazi-Opfer

Unbekannte haben Kränze und Blumensträuße zerstört, die in Gedenken an ein Todesopfer rechtsextremer Gewalt  im Neuruppiner Rosengarten niedergelegt wurden. Erst am Montag hatten rund 30 Menschen vor Ort an den Todestag des Obdachlosen Emil Wendland erinnert. Der Mann wurde vor 21 Jahren von einer Gruppe von Neonazis erstochen.

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Tafel zum Gedenken an Emil Wendland.

Quelle: Christian Kranz

Neuruppin. Unbekannte haben im Neuruppiner Rosengarten die erst am Montagabend niedergelegten Kränze und Blumensträuße für den ermordeten Emil Wendland zerstört. Das teilten die Mitglieder des alternativen Jugendwohnprojektes „Mittendrin“ gestern mit. Gut 30 Menschen – unter ihnen viele aus dem Umfeld des „Mittendrin“ – hatten an Wendlands 21. Todestag der Tat gedacht und erneut gefordert, den früheren Lehrer offiziell als Opfer rechtsextremer Gewalt anzuerkennen (die MAZ berichtete).

Emil Wendland war am 1. Juni 1992 im Rosengarten von einer Gruppe von Neonazis erstochen worden. Auf Initiative aus dem „Mittendrin“ war dort im vergangenen Jahr eine Gedenkstele aufgestellt worden. Die am Montag vor der Stele niedergelegten Kränze sind auseinandergerupft oder in die Grünanlagen geworfen worden.

Das „Mittendrin“ wertet den Vorfall als Schändung und als „erneuten Angriff auf die antifaschistische Gedenkkultur“. Ziel sei offenbar, die Opfer rechtsextremer Gewalt „zu verhöhnen“ und Antifaschisten einzuschüchtern. Das werde das Mittendrin „nicht hinnehmen“, hieß es gestern.

Von Juliane Becker

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