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Neuruppin Keine schweren Unfälle in der A 24-Baustelle: Retter trotzdem angespannt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Keine schweren Unfälle in der A 24-Baustelle: Retter trotzdem angespannt
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00:17 01.01.2019
Bei Stau stecken die Retter in den engen Baustellenbereichen auf der A 24 schnell fest. Quelle: Julian Stähle
Neuruppin

Kurz vor Weihnachten passierte das, was die Männer und Frauen von der Feuerwehr schon vor Beginn der Bauarbeiten befürchtet hatten: Bei einem Unfall auf der Autobahn A 24 zwischen Fehrbellin und Kremmen kamen sie kaum zum Unfallort durch. Im Baustellenbereich stauten sich die Autos.

In den engen Fahrspuren gab es keinen Platz, um eine Rettungsgasse zu bilden. Die Fehrbelliner Feuerwehr steckte schon nach Kurzem auf dem Weg zum Unfallort fest. Auf der Gegenspur mussten sich die Retter langsam vorarbeiten. Zum Glück gab es keine Schwerverletzten. Der Unfall verlief im Großen und Ganzen eher glimpflich.

Es gab Unfälle, aber keine gravierenden

Die private Havellandautobahn-Gesellschaft baut die A 24 und die A 10 zwischen Neuruppin und Dreieck Pankow im Auftrag des Bundes aus. Sie sieht sich in ihrem Sicherheitskonzept bisher bestätigt. Anders als in den Baustellen auf dem südlichen Berliner Ring ab es in den Autobahnbaustellen im Norden Berlins bisher keine schweren Unfälle.

Der Havellandautobahn-Geschäftsführer Thomas Stütze hat vor wenigen Tagen eine erste Bilanz gezogen. „Wir kommen bisher glücklicherweise sehr positiv weg“, sagt er. Zwar gab es immer wieder einmal Unfälle – aber bisher eben keine besonders schweren.

Ein Grund: die deutlichen Geschwindigkeitsbeschränkungen. In den Baustellenbereichen auf der A 24 und der A 10 bis zum Dreieck Pankow gilt inzwischen auf weiten Strecken Tempo 60, an besonders heiklen Stellen auch nur Tempo 40.

Wo aus Sicht der Planer weniger Gefahr droht, dürfen die Autos 80 Kilometer pro Stunde fahren. „Wir wissen sehr wohl, dass das für die Verkehrsteilnehmer teilweise nervig ist“, räumt Thomas Stütze ein: „Aber verkehrssicherheitstechnisch hat sich das als sehr hilfreich erwiesen.“

Die Planer sind optimistisch

Das bestätigt Rainer Eweker, der für das Sicherheitskonzept rund um die Baustellen maßgeblich verantwortlich ist. Trotz der Bauarbeiten sei es gelungen, größere Unfälle und auch Staus zu vermeiden: „Wir haben in den Ferienzeiten festgestellt, dass der Verkehr mit Baustelle mindestens genau so gut oder schlecht fließt wie in den Jahren vorher.“ Eweker ist optimistisch: „Ich denke mal, dass wir das eine positive Prognose wagen dürfen.“

Dass es in der Mega-Baustelle zwischen Dreieck Pankow und Neuruppin so oft und folgenschwer krachen könnte wie vor ein paar Monaten auf dem südlichen Berliner Ring, war für viele Retter lange ein Albtraum. Das ist bisher nicht passiert – vielleicht auch, weil im Norden deutlich weniger Autos fahren.

Im Süden Berlins zählen die Verkehrsplaner derzeit bis zu 100 000 Fahrzeuge pro Tag auf dem Berliner Ring. Im Norden sind es im Durchschnitt etwa 55 000 Autos, auf der A 24 noch einmal deutlich weniger.

Für die Statistik fehlen Vergleichszahlen

Ob und wie sehr die Zahl der Unfälle im Bereich der Baustellen zugenommen hat, lässt sich statistisch schwer belegen. Die Polizei könnte zwar Zahlen für dieses Jahr zusammenstellen. Doch es fehlt eine Vergleichsmöglichkeit, heißt es aus der Pressestelle der Polizeidirektion Nord.

In der Statistik der Vorjahre wurden nur die gesamte Autobahn erfasst. Unfälle in den Bereichen, in denen jetzt gebaut wird, wurden nicht gesondert gezählt.

Auch wenn bisher alle mehr oder weniger glimpflich davon gekommen sind, bleiben die Retter angespannt. Dass große Probleme bisher ausgeblieben sind, sei nicht überraschend, sagt Fehrbellins Gemeindewehrführer Cornelius Voyé: „Die Bauarbeiten haben ja nicht gar nicht richtig begonnen.“ In der Tat liefen in den meisten Teilen der A 24 bisher eher vorbereitende Arbeiten. 2019 geht es erst richtig los.

Von Reyk Grunow

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