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Neuruppin Verletzte nach Brand an der Anna-Hausen-Straße
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Verletzte nach Brand an der Anna-Hausen-Straße
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01:16 29.07.2018
Der Brand war in der Küche einer Wohnung im ersten Obergeschoss ausgebrochen. Quelle: Foto: Peter Geisler
Neuruppin

Bei einem Brand in einem Wohnhaus an der Anna-Hausen-Straße in Neuruppin mussten am Donnerstagnachmittag sechs Menschen von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht werden. Eine Frau hat so viel gefährlichen Qualm eingeatmet, dass sie mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

Alle sechs geretteten Bewohner des Hauses wurden zur Sicherheit von einer Notärztin untersucht; die meisten kamen jedoch mit dem Schrecken davon.

Aus der Wohnung kam eine dicke Rauchwolke. Die hatte sich im gesamten Haus ausgebreitet. Quelle: Peter Geisler

Der Brand war offenbar in der Küche einer Wohnung im zweiten Obergeschoss ausgebrochen. Was genau die Ursache dafür war, konnte die Feuerwehr bis zum Abend jedoch noch nicht sagen. Spezialisten der Kriminalpolizei haben die Untersuchungen noch am Nachmittag übernommen.

Der Alarm war kurz vor 15.30 Uhr bei der Leitstelle in Potsdam eingegangen, die ließ sofort sämtliche Einsatzkräfte der Neuruppiner Hauptwache und der Feuerwehr in Bechlin ausrücken.

Dichter Rauch erschwert die Suche nach den Bewohnern

Bis dahin hatte das Feuer offenbar einige Zeit, sich zu entwickeln. Der starke Qualm und die sommerliche Hitze machten den Feuerwehrleuten sehr zu schaffen. „Beim Eintreffen der Feuerwehr war auch der Hausflur schon sehr verqualmt“, sagt Einsatzleiter Thomas Fechner von der Feuerwehr Neuruppin: „Das erschwert unsere Arbeit ungemein.“

Die Retter hatten zunächst einige Mühe, festzustellen, wie viele Bewohner gestern Nachmittag in dem Haus waren. Im ersten Schritt mussten sie das Treppenhaus frei von Qualm bekommen, um feststellen zu können, ob sich dort noch jemand befand, der gerettet werden musste. Die Entrauchungsanlage des Hauses allein schaffte es nicht, den Flur von den Gasen zu befreien. Mit einem großen Ventilator drückte die Feuerwehr von unten frische Luft ins Haus.

Der Einsatzort lag direkt neben einer Baustelle. Die Straße ist dort gerade gesperrt. Quelle: Peter Geisler

Erst dann konnten die Retter prüfen, in welchen Wohnungen sich noch Menschen befanden, die es nicht mehr geschafft hatten, sich selbst in Sicherheit zu bringen. Zwölf Wohnungen in zwei Aufgängen hat das Haus. Einige sind vermietet, in anderen leben die Eigentümer selbst.

In dem betroffenen Aufgang musste zur Sicherheit jede Wohnung abgesucht werden. Fünf Wohnungstüren haben die Feuerwehrleute aufgebrochen, weil sich dort niemand auf ihr Klopfen meldete.

Rauchgas kann schnell den Tod bringen

Rauchgase sind extrem gefährlich. Im Rauch ist in aller Regel Kohlenmonoxid enthalten. Das geruchlose Gas kann schon nach wenigen Atemzügen zum Tod führen. Die meisten Menschen, die bei einem Wohnungsbrand ums Leben kommen, sterben an Rauchgasvergiftung.

Eine zentrale Brandmeldeanlage hatte das Wohnhaus nicht. Fechner geht davon aus, dass die Wohnung auch keinen separaten Rauchmelder hatte: „Sonst wäre der Brand mit Sicherheit eher erkannt worden.“

Die Feuerwehr war mit 31 Helfern vor Ort, hinzu kam der Rettungsdienst mit drei Rettungswagen, einer Notärztin und einem eigenen Einsatzleiter. Erschwert wurde der Einsatz durch eine Baustelle, durch die die Anna-Hausen-Straße derzeit neben dem Haus gesperrt ist.

Von Reyk Grunow

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