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Von Holland über München nach Neuruppin

Neuruppin Von Holland über München nach Neuruppin

Die Fotografin Edith Hoffman pflegt digitale Freundschaften – um ihren Fans im wahren Leben zu begegnen, machte sie sich auf den Weg nach Neuruppin. Dort traf sich die Künstlerin mit ihrem glühenden Anhänger Karsten Raue und einem in der Fontanestadt als Markthändler arbeitenden Landsmann Harm Oldengarm.

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Zwischenstopp in Neuruppin: Edith Hoffman, Harm Oldengarm und Karsten Raue (v.l.).

Quelle: Jan Philipp Stoffers

Neuruppin. Kaum etwas ist im digitalen Zeitalter so einfach geworden, wie über soziale Netzwerke mit Menschen auf der ganzen Welt in Kontakt zu treten. Mit einem Mausklick werden virtuelle Freundschaften geschlossen, Texte und Bilder geteilt. Auf Internet-Plattformen wie Facebook, Twitter und Instagram teilen Musiker und Künstler ihre Werke, gefolgt von Tausenden von „Followern“. Und manchmal werden dank der Technik lang gehegte Wünsche wahr, wie im Falle des Neuruppiners Karsten Raue, der nun erstmals sein Idol persönlich kennenlernen durfte.

Denn Karsten Raue ist so ein „Follower“, ein digitaler Anhänger. Seit rund eineinhalb Jahren verfolgt er den Werdegang der holländischen Fotografin Edith Hoffman auf dem Internet-Portal Facebook. Dort teilt die Künstlerin Bilder mit ihren Fans, die ihrerseits kommentieren, über Beleuchtung und Belichtungszeiten oder die Bedeutung eines ihrer Werke philosophieren. „Bei Ediths Werken steht immer der Mensch im Mittelpunkt“, sagt Karsten Raue. „Sie fotografiert nur Laien in nicht gestellten Posen. Genau das fasziniert mich so an ihrer Kunst.“

Von der digitalen Welt zum Treffen in der Wirklichkeit

Wer Edith Hoffman auf Facebook folgt, kann mit ihr im fernen Dordrecht nahe Rotterdam, wo die Künstlerin lebt, in Kontakt treten. Echte Treffen zwischen der Niederländerin und ihren deutschen Fans waren wegen der Entfernung bisher die Ausnahme. „Und da kam mir die Idee, über Facebook einen Aufruf zu starten, so ein Projekt mit sozialer Komponente, um Menschen, die mir im Internet folgen, auch mal persönlich kennenlernen zu können“, sagt die Fotografin.

Ihrem Aufruf im Internet folgten etliche ihrer Anhänger. Edith Hoffman begann mit der Planung einer Deutschland-Rundfahrt. „Ich habe meine Kamera eingepackt und ein paar Klamotten und habe mich dann auf den Weg gemacht“, so die Niederländerin.

Als Karsten Raue von der geplanten Tour erfuhr, machte er sich nicht die größten Hoffnungen, dass die Fotografin auch einen Abstecher nach Neuruppin machen würde. „Ich wusste, sie würde nach Berlin fahren. Da habe ich ihr die Koordinaten von Neuruppin geschickt und sie sagte, sie würde kommen,“ so der Hobby-Fotograf.

Wie gute Freunde, die sich nach langer Zeit wiedersehen

Seine Aufregung vor dem ersten Treffen mit der Künstlerin war groß. „Ich habe Harm, einem Neuruppiner Markthändler, bei dem ich öfter einkaufe, davon erzählt und ihn gefragt, ob er nicht dabei sein möchte. Er ist nämlich selber gebürtiger Niederländer“, so Karsten Raue. Beim Treffen der Drei im Restaurant Waldfrieden wurde dann auch ein wenig Niederländisch gesprochen. Es folgten ein Rundgang durch Neuruppin mit Galerie-Besuch und ein Country-Musik-Konzert in Berlin. Bei ihrem Gastgeber durfte die Niederländerin übernachten. Für Karsten Raue hat sich mit dem Treffen ein Wunschtraum erfüllt. „Edith ist ein liebenswürdiger, offener Mensch. Unsere Leidenschaft für die Kunst verbindet uns“, sagt er. „Für mich war es fast so, als ob ich eine alte Freundin wieder getroffen habe.“

Ein Wiedersehen ist auch schon verabredet. „Ich gehe demnächst auf eine Dienstreise nach Düsseldorf. Da werde ich einen Abstecher nach Holland machen“, sagt Raue.

Von Jan Philipp Stoffers

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