Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Neuruppin Frische Farbe für Wandbild
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Frische Farbe für Wandbild
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:24 16.09.2018
Frische Farbe für den Blumengruß: Roberto Krause, Malte Krohn, „Werkstatt Süd“-Projektleiter Stefan Fulz, Silvia Rottloff und der Künstler Rupprecht Matthies (v. l.), der das Bild vor mehr als 15 Jahren gemalt hatte. Quelle: Frauke Herweg
Anzeige
Neuruppin

Frische Blütenpracht für vorbeieilende Spaziergänger: Der Hamburger Künstler Rupprecht Matthies hat gemeinsam mit Helfern des Esta-Projektes „Werkstatt Südstadt“ sein Wandgemälde an der Heinrich-Rau-Straße 5 saniert. Am Donnerstag entfernte Matthies letzte Klebebänder von dem Blumenbild. Das Gemälde, so hofft er, ist für Passanten und Autofahrer „ein kleiner Gruß“.

Kurz nach der Jahrtausendwende hatte Matthies das 250 Quadratmeter große Wandbild an den Wohnblock der Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft (NWG) gemalt. Seitdem waren die Farben jedoch stark verblasst. Vor vier Wochen hatten Matthies und sein Team deshalb begonnen, einen frischen Farbaufstrich aufzutragen. „Es ist ein neues Kunstwerk auf einem alten Motiv.“

Leuchtende Farben

Um die Farben zum Leuchten zu bringen, haben Matthies und seine Helfer mit acht verschiedenen Farbtöne in unterschiedlichen Helligkeiten gemalt. Ein durchaus anspruchsvollen Unterfangen. „Es ist schön, wenn man die Zeit nicht sieht, die da drin steckt.“

Im vergangenen Jahr hatten Matthies und die „Werkstatt Südstatt“-Helfer bereits das Blumenbouquet auf der anderen Seite des Wohnblocks aufgefrischt. Noch offen ist, was mit seinem Wandbild an der Fontane-Schule passiert. Das Gebäude soll eine Wärmedämmung bekommen – das Bild würde dann dahinter verschwinden. Noch, so Matthies, sei nichts entschieden.

„99 Wörter“ im Fontanejahr

Für das Fontanejahr entwickelt der Hamburger gerade ein weiteres Projekt. In Archiven forscht er nach schönen Schriften und besonderen Wortkreationen Fontanes – aus Metall geschnitten sollen sie im kommenden Jahr die Bäume Neuruppins schmücken. „Fontane hatte eine Schönschrift und eine Klaue“, sagt Matthies, der bereits mit Plexiglas-Schriftzügen Fontanes experimentiert hat. 2019 sollen Fontanes prägnante Schriftzüge dann etwa ein Meter groß in ausgewählten Bäumen hängen.

Auch Fontanes Sprache war ungewöhnlich. Matthies sucht auch nach Fontane-typischen Wortschöpfungen. „Der Himmel blaute“, so zitiert Matthies die „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“. „Das ist doch schön, oder?“

Erste Vorgespräche, wo die „99 Wörter“ hängen werden gab es bereits. Die Kastanien am Bollwerk oder die Linden am Schulplatz sollen die Schriftzüge tragen.

Windwörter als Willkommensgruß

Matthies hat in Neuruppin schon mehrere Projekte verwirklicht. So schuf er die Windwörter, entlang der Heinrich-Rau-Straße – Wordskulpturen, die sich im Wind drehen und die Bewohner der Südstadt begrüßen. Vor zwei Jahren waren die 2001 mit Jugendlichen geschaffenen Buchstaben-Objekte überarbeitet worden, weil die Zeit ihre Spuren an den Willkommensskulpturen „lächeln“, „gemeinsam“ oder „hallo“ hinterlassen hatte. Im Mehrgenerationenhaus „Krümelkiste“ hatte Matthies zudem die Kacheln gestaltet, die sich wie ein buntes Band durch das Haus ziehen.

Anfang kommender Woche soll das Gerüst vor der Heinrich-Rau-Straße 5 abgebaut werden. Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten an dem Wandbild noch nicht. Matthies und seine Helfer wollen noch eine Glasur auftragen, die die Farbe schützt. Zugleich soll die Glasur auch spätere Reinigungsarbeiten erleichtern – etwa wenn die NWG dort Graffiti entfernen lassen muss. Bislang, so Matthies, sei das kaum notwendig gewesen. Seit das Wandbild vor etwa 16 Jahren gemalt worden ist, ist dort nur ein einziges Graffito gesprüht worden.

Von Frauke Herweg

Im Neuruppiner Ortsteil Karwe können schon bald bis zu 20 neue Eigenheime entstehen. Zuvor beginnen am Montag im Dorf die Arbeiten der Stadtwerke an der Bahnhofstraße. Diese soll endlich saniert werden.

12.09.2018

Die Bahn hat den Dachs vertrieben, der für mehr als zwei Tage den Prignitz-Express zwischen Kremmen und Neuruppin gestoppt hat. Schienenersatzverkehr gibt es dennoch.

15.09.2018

Bisher werden jährlich weniger als ein Viertel der 230 Feuerwehrleute aus Neuruppin im Umgang mit Rettungsleitern geschult. Ein neuer Übungsturm im Gewerbegebiet Treskow soll das ändern. Den Anfang nahm eine Spendenaktion.

14.09.2018
Anzeige