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Neuruppin Wasserspender für Neuruppiner Kitas und Schulen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Wasserspender für Neuruppiner Kitas und Schulen
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18:51 26.02.2019
An der Neuruppiner Karl-Liebknecht-Schule gibt es schon seit deren Sanierung Trinkbrunnen. Quelle: foto: Peter Geisler
Neuruppin

Noch in diesem Jahr sollen in vielen städtischen Kitas und Schulen Trinkwasserspender Einzug halten, damit sich die Kinder tagsüber mit Trinkwasser stärken können statt mit Cola, Eistee oder Fruchtsaft. Dafür hat sich am Montagabend einhellig der Haupt- und Finanzausschuss ausgesprochen.

Gleichwohl war Kerstin Siedenschnur nicht ganz zufrieden. Die Mutter zweier Kinder ist Mitglied des Fördervereins der Rosa-Luxemburg-Schule. Der Verein hatte bereits im vergangenen Jahr versucht, dass so ein Trinkwasserspender in der Grundschule aufgestellt wird. „Die Spender entlasten auch die Umwelt, weil dann die Kinder weniger auf Plasteflaschen angewiesen sind.“

Rathaus hat das Schulprojekt verhindert

Der Förderverein hatte für das Anschaffen eines solchen Gerätes bei den Eltern geworben und Spenden gesammelt. Rund 3000 Euro kamen zusammen – gleichwohl gibt es bis heute in der Rosa-Luxemburg-Schule bis heute keinen Trinkwasserspender. „Wir mussten das Geld für andere Dinge ausgeben, weil die Stadt als Schulträger den Aufbau des Wasserspenders mit Hinweis auf die angeblich zu hohe Brandlast für das Gerät untersagt hat“, so Siedenschnur.

Petra von Borstel kennt solche Argumente. Von Borstel ist Sprecherin der Initiative „Durstspiegel“ aus Biberach in Oberschwaben, die sich im Jahr 2004 gegründet hat und derzeit bundesweit rund 600 Schulen und Kitas betreut, die sich Trinkwasserspender zugelegt haben. Davon befinden sich etwa ein Dutzend in Brandenburg. Von Brandlast sprächen die Behörden meist dann, wenn die Spender an Fluchtwegen aufgestellt werden sollen. „Die Herausforderung ist dann, andere Aufstellorte zu finden“, so von Borstel.

Doch diesen Hinweis erteilte das Neuruppiner Rathaus dem Förderverein der Rosa-Luxemburg-Schule nicht. Danach habe der Verein ja auch nicht gefragt, verteidigte sich Sozialamtsleiter Maik Buschmann.

CDU-Chef: Bei Problemen stets an Abgeordnete wenden

„Wer Angst oder Probleme mit der Stadtverwaltung hat, sollte sich immer an die Abgeordneten wenden“, riet CDU-Fraktionschef Heinz Stawitzki dem Förderverein. Auch Rosswieta Funk, Chefin der Fraktion Pro Ruppin/Neuruppiner Initiative, zeigte sich überrascht, dass das Rathaus die Idee der Rosa-Luxemburg-Schule einfach ausgebremst hat. „Das ist unverständlich.“

Neuruppins SPD-Fraktionschef Nico Ruhle ist indes optimistisch, dass in diesem Jahr noch in mehreren Schulen und Kitas Trinkwasserspender aufgestellt werden, die Interesse daran haben. „Das könnte auch gut für den Ruf der Neuruppiner Stadtwerke sein“, sagte Andreas Haake, Fraktionschef der Bündnisgrünen.

Stadtwerkechef bietet Projekt mit der Schule an

Davon scheint Joachim Zindler überzeugt zu sein. Der Stadtwerkechef bot am Montagabend Kerstin Siedenschnur ein Projekt zwischen der Rosa-Luxemburg-Schule und den Stadtwerken an, damit in der Schule möglichst schnell ein Trinkwasserspender aufgestellt werden kann – wobei die Bedenken des Rathauses zum Standort berücksichtigt werden. Die Stadtwerke haben da Erfahrung: Sie betreuen seit Kurzem so ein Projekt in der Evangelischen Schule.

Von Andreas Vogel

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