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Wernikower Landwirt beklagt Gängelung

Landwirte nutzen Kreisbauernverband als Sprachrohr / Neue Vorstandsmitglieder vorgestellt Wernikower Landwirt beklagt Gängelung

Im Vorfeld der am Freitag in Berlin beginnenden Grünen Woche macht der Ostprignitz-Ruppiner Kreisbauernverband (KBV) auf die Situation seiner Landwirte aufmerksam.

KYRITZ. .

Demnach fühlen sich einige von der EU-Politik, aber auch von Entscheidungen in der Region gegängelt. Etwa Hans-Heinrich Grünhagen aus Wernikow. Er investiert nun statt im Landkreis lieber im benachbarten Mecklenburg in eine neue Legehennenanlage, weil ihm die Brandschutzauflagen zu hoch waren. „Ich sollte Melder wie in Schulen oder Krankenhäusern installieren lassen“, sagte Grünhagen.

„Deutschland setzt immer noch eins oben drauf, so dass die Anforderungen weltweit ihresgleichen suchen“, kritisierte gestern der KBV-Vorsitzende Sven Deter auch im Hinblick auf das derzeit diskutierte Wolfsmanagement in Brandenburg, bei dem zu viele Fragen offen seien und am Ende der Landwirt der Geschädigte bleibe.

Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin gehöre bundesweit ohnehin schon zu den Regionen, in denen am wenigsten Vieh gehalten wird, weil die die Anforderungen an Fleischproduktion übermäßig hoch seien. „Essen müssen alle“, sagte Sven Deter. Was im Hintergrund dafür abläuft, interessiere die meisten jedoch nicht. Eine Messe wie die Grüne Woche sei daher zu nutzen, um aufzuklären.

Der Landkreis ist mit einem Stand in der Brandenburg-Halle 21a vertreten. Jeden Tag präsentiert sich dort ein anderer Verein, Verband oder Betrieb aus der Region. Auch Deter wird sich sehen lassen als KBV-Vorsitzender und damit Sprachrohr seiner rund 200 Mitglieder. Von ihnen bilden 14 den Vorstand. Neu hinzu kamen zuletzt die 34-jährige Katja Liebenthal, Geschäftsführerin der Wittstocker Bauernhof GmbH, und zwei Vertreter aus dem Altkreis Kyritz: der 40-jährige Kay Schmidt aus Wusterhausen als einer der bedeutendsten Kartoffelbauern der Region und der 32-jährige Robert Felgentreu von der Agrargenossenschaft Milchquelle in Stüdenitz. Felgentreu sieht sich im KBV als „Stimme der Nachrückergeneration“. Und Kay Schmidt sieht im Verband die Chance, sich als Landwirt nach außen zu präsentieren. Er sagt: „Die Politik trifft Entscheidungen, die uns nicht schmecken. Da müssen wir gegensteuern können.“ (Von Matthias Anke)

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