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Neuruppin Zum geplanten EU-Verbot mehrerer Plastikprodukte
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Zum geplanten EU-Verbot mehrerer Plastikprodukte
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01:32 02.06.2018
Katharina Ibishe-Willmes in „Katinkas Gewürzoase“ auf dem Wochenmarkt in Neuruppin. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Etwa 80 Prozent des Mülls, der in den Weltmeeren treibt oder der alltäglich an die Küsten gespült wird, besteht nach Angaben der Europäischen Union aus Plastik. Die EU-Kommission will deshalb bestimmte Einweg-Kunststoffprodukte verbieten. Das Verbot träfe etwa Einweggeschirr, Bestecke, Trinkhalme, Rühr- und Wattestäbchen und Luftballonhalter. Die MAZ hörte sich gestern auf dem Wochenmarkt in Neuruppin um, um zu erfahren was die Ruppiner von der EU-Initiative halten.

Einweggeschirr und die aktuell für ein Verbot geplanten Artikel verwendet Zemary Nabizada in seinem Verkaufswagen auf dem Markt zwar nicht, wenn aber irgendwann auch Verpackungen betroffen sein sollten, werde es für den Händler, der mittelanatolische Spezialitäten anbietet, nach eigener Aussage jedoch schwierig.

Klar, für die Umwelt ist Plastik nicht gut, jedoch sieht er keine rechte Alternative zur Verpackung seiner Produkte. Eine Pappschachtel ließe sich zum Verkauf von Oliven oder Pasten schließlich nicht verwenden. Vielleicht könnten sich die Menschen daran gewöhnen, eigene Gefäße zum Einkauf mitzubringen? Einige seiner Kunden würden schon jetzt eigene Behälter für ihren Einkauf verwenden, berichtet Zemary Nabizada.

Dass es für die selbst mitgebrachte Gefäße auch manche Hürde in Form von Hygiene-Verordnungen gibt, vermutet Katharina Ibishe-Willmes, die ein paar Meter weiter in „Katinkas Gewürzoase“ steht. Ihr selbst sei es passiert, dass ein Kaffeeverkäufer das Heißgetränk nicht in ihren schon für den ersten Kaffee benutzten Becher nachfüllen durfte. Ihm würde sonst sofort das Geschäft geschlossen. Sie selbst sei für ein Verbot von Einwegartikeln aus Plastik. Beim Verkauf ihrer Gewürze sei sie nicht auf Plastikverpackungen angewiesen. Natürlich gebe es heutzutage viel mehr Artikel, als zu der Zeit, zu der alle Menschen ganz selbstverständlich mit Beuteln und Gläsern in den Laden gingen. Man könne die Menschen nicht zurückentwickeln, jeder müsse aber bei sich selbst anfangen, Müll zu vermeiden.

Dass die Menschen sich des Problems sehr wohl bewusst sind, zeigt unsere nicht repräsentative Umfrage, gestern in Neuruppin.

Von Peter Geisler

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