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Neuruppiner Firma auf Wachstumskurs

TES Frontdesign hat neuen Gesellschafter Neuruppiner Firma auf Wachstumskurs

Die Neuruppiner Firma TES Frontdesign hat einen neuen Gesellschafter und will mit diesem expandieren. Die Firmen produzieren flache Tastaturen für die Industrie und Medizin. Zusammen kommen die Betriebe, die selbstständig bleiben und keine Arbeitskräfte abbauen wollen, auf einen Umsatz von 32 Millionen Euro. Sie sind damit einer der Marktführer ihrer Branche in Europa.

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Geschäftsführer Rüdiger Hannaleck (r.) mit seinen neuen Gesellschaftern Ralf Krippner (l.) und Martin Gehrig.

Quelle: Mohamed Ahmed

Neuruppin. Die Neuruppiner Firma TES Frontdesign macht sich für die Zukunft fit: Das Unternehmen, das seit 25 Jahren im Gewerbegebiet Treskow flache Tastaturen für die Industrie und Medizin produziert sowie hochwertige Edelstahlfronten herstellt, arbeitet jetzt mit der Firma Hoffmann und Krippner (H+K) aus Buchen im Odenwald in Baden-Württemberg zusammen. Diese ist bereits seit mehr als 40 Jahren auf dem Markt und fertigt ebenfalls sogenannte Eingabeeinheiten für Industrie und Medizin. Hoffmann und Krippner, die 220 Mitarbeiter beschäftigen, haben jetzt mehrheitlich die Anteile von TES Frontdesign übernommen.

Beide Unternehmen bleiben eigenständig

Für die 140 Mitarbeiter in Neuruppin ändert sich dadurch nichts. „Die Eigenständigkeit beider Unternehmen ist gesichert“, betont TES-Geschäftsführer Rüdiger Hannaleck (57). Der gebürtige Zwickauer lebt seit 1983 in Neuruppin. Zunächst arbeitete Hannaleck in den Elektro-Physikalischen Werken (EPW), in denen zu DDR-Zeiten Leiterplatten für Fernseher, Lautsprecher und Schreibmaschinen gefertigt wurden. Als das Werk nach der Wende dicht gemacht wurde und 2400 Beschäftigte vor dem Aus standen, gründete Hannaleck im September 1991 mit zwölf Mitarbeitern TES Frontdesign.

Das ist lange her. Mittlerweile betreut das Neuruppiner Unternehmen, das 2013 sein viertes Werk am Rande der Fontane­stadt in Betrieb genommen hat, mehr als 1000 Kunden im In- und Ausland – und kommt auf einen Umsatz von über elf Millionen Euro. Allein die Metallfertigung verarbeitet im Jahr mehr als 100 Tonnen Rohmaterial zu Alumium-Trägerteilen, Edel­stahlfronten und Edelstahlgehäusen. Folien und Glasfronten werden im Sieb- oder Digitaldruckverfahren veredelt, elek­tronische Bauteile teilweise vollautomatisch auf Folien und Leiterplatten verklebt oder gelötet.

Firmen gehören zu den Marktführern in Europa

Das passt ins Konzept. „Die Firma TES Frontdesign ergänzt unsere gemeinsame Produktpalette“, sagt Ralf Krippner, einer der Geschäftsführer von H+K. Im Gegenzug kann das Unternehmen aus dem Odenwald komplexe elektronische Baugruppen zuliefern. „Die Mehrheit unserer Kunden bauen unsere Eingabeeinheiten in Gehäuse aus Metall und Kunststoff ein, die wir bisher nicht selbst fertigen konnten“, so Krippner. Mit TES gebe es nun „einen idealen Partner“, der dies in einer „Top-Qualität“ biete.

Durch den Zusammenschluss können die zwei Unternehmen nicht nur eine größere Produktvielfalt anbieten, sondern zugleich Lösungen aus einer Hand. „Das wollen die Kunden heute“, betont Martin Gehrig, ebenfalls Geschäftsführer bei H+K. Zusammen kommen die zwei Unternehmen aus dem Odenwald und der Fontanestadt auf einen Umsatz von 32 Millionen Euro. Sie sind damit einer der europäischen Marktführer in ihrer Branche.

Firmenchef setzt auf „großes Effizienzpotenzial“

Von dem vereinbarten Erfahrungsaustausch verspricht sich TES-Chef Hannaleck ein „großes Verbesserungs- und Effizienzpotenzial“. Dazu müssten sich die Unternehmen nur gegenseitig abschauen, was der andere besonders gut macht. Der Austausch hat bereits begonnen: Hannaleck stellte sich und TES-Frontdesign den Beschäftigten in Buchen vor, Krippner und Gehrig präsentierten ihr Unternehmen bei einer Betriebsversammlung in Neuruppin. Zudem gibt es regelmäßige gegenseitige Fachbesuche.

Die Geschäftsführer sind optimistisch: „Die gemeinsame Arbeit lässt uns den ständigen technologischen Fortschritt besser meistern“, so Krippner.

Von Andreas Vogel

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