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Ostprignitz-Ruppin Neuruppiner Hobbyforscher beleben Facebook
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppiner Hobbyforscher beleben Facebook
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00:17 28.05.2016
47 „Likes“ für ein Bild sind keine Seltenheit. Hier zu sehen: die Ludwig-Straße, heute August-Bebel-Straße.
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Neuruppin

Klar, über die Kreide-Posse wurde nicht nur in ganz Deutschland, sondern auch unter den Neuruppinern in der vergangenen Woche fleißig diskutiert. Zuvor standen die Fontane-Festspiele im Blickpunkt. In der Facebook-Gruppe „Du weißt, du bist Ruppiner(in), wenn...“, die mittlerweile mehr als 1800 Mitglieder hat, wurden die beiden Themen aufgegriffen. Doch der eigentliche Hingucker – und Dauerbrenner – der Gruppe sind Fotos aus der Region. Neben ambitionierten Stimmungsbildern von „Fotopepe“, Fabian Westendorf oder Matze Mazola fallen besonders die historischen Aufnahmen ins Auge: das Fontane-Denkmal von vor hundert Jahren, der zugefrorene Ruppiner See in einer Schwarz-Weiß-Aufnahme oder eine historische Postkarte der Bechliner Chaussee – viele Nutzer beteiligen sich als Hobby-Geschichtsforscher und fördern bemerkenswerte Ansichten zu Tage, die sie mit anderen teilen.

Annett Kasiske beispielsweise hat sich die Mühe gemacht, den Fotografien von früher aktuelle Aufnahmen gegenüberzustellen. In loser Serie zeigt sich so am eindrucksvollsten, wie die Stadt ihr Gesicht gewandelt hat. Die Resonanz ist groß, viele Likes und Kommentare finden sich unter den Bildern. „Klasse Bilderserie!“, schreibt Carsten Dumke. „Weiter so, ich kann nicht genug davon bekommen.“ Und Sven Völker bemerkt: „Finde es auch immer interessant, den Kontrast zwischen alt und neu.“ Sven Völker seinerseits hat unter anderem eine Ansicht der August-Bebel-Straße gepostet, schätzungsweise rund hundert Jahre alt. Damals hieß sie noch Ludwig-Straße. Viele Kommentatoren erinnern sich daran, wie sie einst als Schüler für die unter anderem dort ansässigen Elektro-Physikalischen Werke (EPW) arbeiteten.

Ein Foto der mittlerweile aus dem Stadtbild verschwundenen Holländer-Mühle unweit des Kreisverkehrs Heinrich-Rau-Straße/Neustädter Straße löst eine kleine Diskussion aus, ob es nun der Ortsteil Bütow oder Bech­lin ist, auf dem sie stand.

Welchen Wert die Aufnahmen haben, fasst Christoph Roloff in einem Kommentar zusammen: „Die Mühle und andere Orte in Neuruppin mögen nicht mehr da sein, wo wir als Kinder gespielt haben, aber in unseren Herzen und Erinnerungen bleiben sie unvergessen, zumindest für mich.“ Und Benjamin Reichelt äußert: „Als Kinder haben wir dort [an der Mühle, Anm. d. Red] früher oft gespielt. Das war in den frühen 90er Jahren. Dann ist sie ja leider irgendwann abgebrannt. Schade eigentlich, dass sich nie jemand um die alte Holländermühle bemüht hat; immerhin gehörte sie zu Neuruppin, war die letzte ihrer Art und somit ein Kulturdenkmal. Aber anstatt so was zu erhalten, was zur Stadtgeschichte gehört, setzt man lieber ein stählernes Ungetüm ans Seeufer, das überhaupt keinen Bezug zu Neuruppin hat.“

Die Erinnerungen an die Geschichte und Debatten um die Gegenwart der Fontanestadt werden im Netz weitergehen. Wer sich selbst ein Bild machen will, kann dies übrigens auch ohne Facebook-Zugang tun. Da die Gruppe öffentlich ist, sind alle Inhalte frei einsehbar.

Von Mischa Karth

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