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Neuruppiner Party-Hangar-Streit spitzt sich zu

Landkreis fordert Zwangsgeld und leitet Bußgeldverfahren ein Neuruppiner Party-Hangar-Streit spitzt sich zu

Der Betreiber des Hangars 312 auf dem einstigen Neuruppiner Flugplatz soll nicht nur ein Zwangsgeld von 4000 Euro, sondern auch noch ein Bußgeld in noch nicht bekannter Höhe zahlen. Frank Hartmann will beide Bescheide der Verwaltung anfechten – und zur Not ins Gefängnis gehen. Denn das geforderte Geld hat der 57-Jährige nicht.

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Das Innere des Hangars 312.

Quelle: Andreas Vogel

Neuruppin. Im Streit um den geplanten Party-Hangar auf dem einstigen Neuruppiner Flugplatz beharrt der Landkreis auf das gegen Betreiber Frank Hartmann verordnete Zwangsgeld von 4000 Euro. Hartmann habe trotz des Wissens, dass er mit seinen Anträgen für eine Ausnahmegenehmigung beim Verwaltungsgericht und beim Oberverwaltungsgericht gescheitert ist, Fehrbelliner Zehntklässler im Hangar 312 ihren Abschluss von der Schule feiern lassen. „Somit hat er auch die Konsequenzen dieses Handelns zu tragen“, betonte Kreissprecherin Britta Avantario.

Zusätzlich hat der Landkreis ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Damit drohen Hartmann weitere Kosten. Denn „aufgrund des vorsätzlichen Handelns“, so Avantario, „dürfte ein Bußgeld in erheblicher Höhe zu verhängen sein“. Angaben zur möglichen Höhe machte die Kreissprecherin allerdings nicht. Sie verwies lediglich darauf, dass bei einer erneuten Missachtung des Veranstaltungsverbots der Hangar versiegelt werde.

Erspartes floss in die Arbeiten am Hangar

Hartmann, der als Handwerker in einer Einrichtung für Behinderte und Senioren in Heiligengrabe arbeitet, will Widerspruch sowohl gegen das Zwangsgeld als auch gegen das Bußgeldverfahren einlegen. „Ich verdiene nur 950 Euro im Monat.“ Sein Erspartes hat er für die bisherigen Arbeiten im Hangar ausgegeben. „Ich habe gedacht, dass der Hangar in zwei, drei Jahren ein Selbstläufer wird und Geld einspielt.“ Stattdessen drohen die Forderungen des Kreises, den 57-Jährigen in den Ruin zu treiben. Die Behörde ist davon ungerührt. Für Hartmann gelten „die gleichen rechtlichen Grundlagen und Bedingungen“ wie für andere Veranstaltungsanbieter, so Sprecherin Avantario.

Kein Wort zu den Schulden, die der Kreis zu begleichen hat

Kein Wort verliert sie indes darüber, dass die Behörde selbst Schulden bei Hartmann hat. Dieser hatte für seinen ersten Bauantrag, um den Hangar für drei Jahre als Veranstaltungsort nutzen zu können, 375 Euro zahlen müssen. Auf Drängen des Kreises wurde der Antrag jedoch in eine einmalige Genehmigung umgewandelt. Diese kostet lediglich 200 Euro. Auf den Differenzbetrag von 175 Euro wartet Hartmann seit mehr als drei Monaten.

Der monatelange Streit sorgt inzwischen auch überregional für Interesse: Gestern hat sich Radio Fritz bei Hartmann gemeldet. Die Jugendwelle des RBB will vermutlich in der nächsten Woche einen Beitrag über den geplanten Party-Hangar bringen.

Von Andreas Vogel

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