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Neuruppiner Schüler erlebt Europapolitik

Simulation EU-Parlament Neuruppiner Schüler erlebt Europapolitik

Wie es sich anfühlt, aktiv in der Europapolitik mitzumischen, weiß Daniel Nottle (16) aus Neuruppin seit seinem Auftritt bei der Simulation Europäisches Parlament (Simep). Der Gymnasiast hat im Bundestag und Abgeordnetenhaus debattiert, diskutiert und auch die Schwierigkeit erkannt, in eine Rolle zu schlüpfen, die man persönlich nicht vertritt.

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Jung und politikinteressiert: Daniel Nottle ist für die Simep in die Rolle eines Europapolitikers geschlüpft.

Quelle: Jan Steinhauer/Simep

Neuruppin. Der 16-jährige Schüler Daniel Nottle aus Neuruppin konnte für zwei Tage europapolitische Luft schnuppern. Er war einer von mehr als 200 Jugendlichen, die in diesem Jahr bei der Simulation Europäisches Parlament (Simep) in Berlin teilgenommen haben. Dafür war Daniel jeweils einen Tag im Bundestag und im Abgeordnetenhaus und ist dort in die Rolle eines Europapolitikers geschlüpft. Bereits zum 17. Mal hat die Junge Europäische Bewegung (JEB) die Simep organisiert.

Daniel Nottle musste an Beschlüssen feilen und seine Reden im Parlament ausarbeiten

Daniel Nottle musste an Beschlüssen feilen und seine Reden im Parlament ausarbeiten.

Quelle: Jan Steinhauer/Simep

Daniel Nottle besucht derzeit die 10. Klasse des Karl-Friedrich-Schinkel-Gymnasiums in Neuruppin und ist sehr politikinteressiert. „Das habe ich wahrscheinlich von meinem Vater, der früher politisch sehr aktiv war“, erzählt Daniel. Auf die Simep ist er über ein Werbeprospekt im Zug aufmerksam geworden. Bei dieser Veranstaltung debattieren Schüler aus ganz Deutschland zwei Tage lang in Fraktionen, Ausschüssen sowie im Plenum über aktuelle europapolitische Themen. In diesem Jahr standen zum Beispiel die Klima- und Energiepolitik sowie das Freihandelsabkommen TTIP im Fokus der Diskussionen. Am ersten Tag in dieser Woche haben Daniel und seine Gruppe aus etwa 20 bis 30 Schülern die Interessen des Staates Litauen im Berliner Bundestag vertreten. Mit anderen EU-Mitgliedsstaaten haben die Teilnehmer verhandelt und debattiert, nach Kompromissen gesucht und gemeinsam an Entschlüssen gefeilt. Einen Tag später ging es für Daniel dann ins Abgeordnetenhaus, wo er mit seiner Gruppe den Standpunkt der SPD-Fraktion vertreten hat.

„Wir simulieren das natürlich nur“, sagt Daniel Nottle. Identifizieren kann er sich im wahren Leben nicht unbedingt mit der SPD. „Das ist das große Problem an der Simep: Man muss die Rolle spielen – egal, ob man inhaltlich dahinter steht oder nicht.“ Sein Interesse an den verschiedenen Parteien habe sich über die Jahre gewandelt. „Erst war es die FDP, dann die CDU und jetzt durch den Kontakt in der Simep habe ich mich mehr mit der SPD beschäftigt“, erzählt Daniel.

Insgesamt, sagt er, waren die beiden Tage zwar sehr lang, aber voller bereichernder Diskussionen. „Ich habe viele wichtige Eindrücke bekommen, die mich in Zukunft weiterbringen können“, resümiert Daniel Nottle.

Von Luise Fröhlich

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