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Neuruppiner Schüler veranstalteten Turnier

Fußball ohne Grenzen Neuruppiner Schüler veranstalteten Turnier

Der Ball ist rund und muss ins Eckige. Das gilt immer, egal, welche Sprache der Fußballer spricht. Vier Schüler der Evangelischen Schule Neuruppin organisierten als Projekt ein integratives Fußball-Turnier und luden dazu Flüchtlinge aus dem Übergangswohnheim Treskow ein. Am Sonnabend standen sich 13 Teams gegenüber. Der Spaß kam dabei nie zu kurz.

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Einsatz am Ball.

Quelle: Buddeke

Neuruppin. Das Projekt ist ambitioniert – für Schüler noch viel mehr. Fabian Buchali, Justin Bohr, Julian Jonas und Niklas Wittmoser, allesamt Elftklässler an der Evangelischen Schule Neuruppin, haben sich der Herausforderung gestellt und ein integratives Fußballturnier auf die Beine gestellt. Am Sonnabend waren es immerhin 13 Teams – fünf davon aus dem Übergangswohnheim Treskow, der Rest aus JFZ, „Mittendrin“ und „Evi“-Mannschaften – die gegeneinander antraten. Und miteinander Spaß hatten – denn was verbindet die Völker besser als Sport im allgemeinen und Fußball, anlässlich der begonnenen EM, im besonderen?

Die Organisatoren Fabian Buchali, Justin Bohr und Julian Jonas (v

Die Organisatoren Fabian Buchali, Justin Bohr und Julian Jonas (v. l.) .

Quelle: Buddeke

„Unser Ansatz war: Die Schüler sollen alles selber auf die Reihe kriegen“, berichtet Lehrerin Bettina Labahn über das Projekt, das im Rahmen des Unterrichtsfachs „Seminarkurs“ entwickelt wurde. Das beinhaltet einiges: Partner gewinnen, Sponsoren suchen, Spielplan ausarbeiten, Catering und noch einiges mehr. Das Quartett zog los: Der Kreissportbund stellte die beiden „Spielkäfige“, Gut Hesterberg spendierte Bratwürstchen. Die Organisatoren drehten Vorab ein Video für eine Crowdfunding-Website, die immerhin 350 Euro einspielte. Davon wurden die beiden Schiris bezahlt und die Getränke besorgt. „Und natürlich Pokal und Medaillen – das war mit Abstand am teuersten“, berichtet Justin Bohr.

Sport vereint

Sport vereint: ob Männlein oder Weiblein, Deutscher oder Flüchtling.

Quelle: Buddeke

Eine Herausforderung sei es auch, dass für etliche Mitspieler gerade Ramadan ist – das bedeutet, dass sie tagsüber nichts essen dürfen. Das hat dem Turnier indes nicht geschadet – alle Akteure waren mit Spielfreude und Enthusiasmus am Ball und blieben einander nichts schuldig. „Jalla!“, „Gib ab“ oder „Mach ihn rein!“ tönt es vom Spielfeldrand – wo sich Fußballer und Publikum aller Nationen gut unterhielten. Jeweils fünf Minuten dauerten die Spiele der Gruppenphase, bevor dann die besten jeder Gruppe in den Viertel- und Halbfinales gegeneinander antraten. Im Finale holte am Ende das „Evi“-Team „Tus Eiche Holz“ mit einem klaren 5:2 gegen „Allegante“ den Pott.

Hart umkämpfter Ball

Hart umkämpfter Ball.

Quelle: Buddeke

„Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, lobt Labahn ihre Schüler. Auch Amir Abesteh, Elftklässler am Evi, hat das Turnier Spaß gemacht. Der 19-Jährige ist ehemaliger Bewohner des Treskower Heims, lebt jetzt mit seiner Familie in Neuruppin und spielt bei Eintracht Alt Ruppin. „Eine tolle Idee, sich kennenzulernen“, sagt er. „Ich habe beim Fußball viele Freunde gefunden.“

Von Regine Buddeke

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