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Neuruppiner Stadtwerke erhöhen Grundpreis

11 000 Stromkunden betroffen Neuruppiner Stadtwerke erhöhen Grundpreis

Die Stadtwerke Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) drehen jetzt mächtig an der Preisschraube und erhöhen den Grundpreis für den Tarif „Ruppin-Strom Basis“ von 60 auf 93 Euro. Laut eigenen Angaben regiert das Unternehmen damit auf gestiegene Netzentgelte. Betroffen sind etwa 11 000 Haushalte.

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Der Strom muss durch verschiedene Netze. Und das macht ihn wegen der fälligen Netzentgelte zuweilen sehr teuer.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Rund 11 000 der 18 000 Stromkunden der Neuruppiner Stadtwerke müssen ab Juli wohl deutlich tiefer in die Tasche greifen: Die Stadtwerke erhöhen den Grundpreis für den Tarif Ruppin-Strom Basis. Dieser kostet künftig mehr als 93 Euro pro Jahr, bisher sind es lediglich knapp 60 Euro.

„Wir mussten den Preis nach langer Zeit anpassen“, sagte am Dienstag Stadtwerkegeschäftsführer Thoralf Uebach. Grund seien die hohen Netzentgelte. Zwar sind die Kosten im Leitungsnetz der Stadtwerke stabil. Doch einen Großteil des Stromes bezieht das Neuruppiner Unternehmen von der Eon-Edis – und diese mussten ihre Netzentgelte vor allem wegen der vielen Abgaben und Steuern erhöhen. 11 000 Neuruppiner Haushalte müssen damit ab Juli knapp drei Euro mehr pro Monat als bisher für den Arbeitspreis beim Strom ausgeben. Das muss aber nicht sein. „Wir empfehlen allen Kunden, den Tarif zu prüfen“, sagte Uebach. Zwar gilt der Grundpreis von gut 93 Euro pro Jahr schon seit Längerem ebenfalls bei den Stromtarifen Fix, Flex und Regio. Bei diesen Tarifen liegt der Brutto-Arbeitspreis je Kilowattstunde jedoch lediglich bei 26 Cent je Kilowattstunde – beim Basistarifvertrag sind hingegen weiterhin 29,30 Cent je Kilowattstunde fällig.

Tarifwechsel könnte Kosten senken

Mit einem Wechsel in einen der anderen Tarife kann die Erhöhung beim Grundpreis also abgefedert werden. Die Stadtwerke haben sich deshalb auf eine verstärkte Nachfrage nach günstigeren Tarifen eingestellt. Dazu gehört ebenfalls ein Online-Tarif (Relax), den das städtische Unternehmen seit April anbietet. Bei diesen werden die Zählerstände per Computer, Tablet-Computer oder Smartphone gemeldet, so dass das Vor-Ort-Ablesen der Zählerstände durch Mitarbeiter der Stadtwerke entfällt. Im Gegenzug liegt der Arbeitspreis laut Uebach um 1,5 Cent je Kilowattstunde günstiger als beim Basis-Stromtarif. „Ein paar Kunden nutzen das schon“, sagte der Stadtwerkechef. Gerade junge Leute seien an diesem Tarif interessiert – auch weil sie dadurch an ihren Stromkosten sparen können.

Mit einem Grundpreis von mehr als 93 Euro für die Grundversorgung mit Strom stehen die Neuruppiner Stadtwerke nicht allein in der Region da. Ähnlich teuer ist es beispielsweise bei den Stadtwerken Wittenberge in der Prignitz. Allerdings wird dort der Grundpreis monatlich berechnet. Er beträgt je Tarif entweder 7,44 Euro oder 7,93 Euro, sagte Vertriebsleiter Lars Kretlow. Damit liegt der Jahresgrundpreis für die Stromversorgung bei den Wittenberger Stadtwerken bei knapp 90 Euro oder bei gut 95 Euro.

Um einiges preiswerter ist es hingegen in Oranienburg (Oberhavel). Die Stadtwerke bieten beim Strom einen Grundpreis von 78 Euro im Jahr sowie einen Arbeitspreis von 29,21 Cent je Kilowattstunde an.

Von Andreas Vogel

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