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Ostprignitz-Ruppin Neuruppiner Stadtwerke wollen mehr Geld
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppiner Stadtwerke wollen mehr Geld
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02:16 18.12.2015
Rund 200 000 Euro wollen die Stadtwerke Neuruppin für die Grünfläche am alten Wasserwerk. So viel wollen die Stadtverordneten aber nicht zahlen. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Die Stadt Neuruppin und die Stadtwerke streiten über ein Grundstück an der Neuruppiner Trenckmannstraße. Eigentlich wollen die Stadtwerke die Grünfläche gern für 200 000 Euro an die Stadt verkaufen. Doch die Stadtverordneten sind plötzlich nicht mehr bereit, so viel dafür zu zahlen. Bevor das Geschäft ganz platzt, wurde der Kauf am Montag noch einmal vertagt.

Skeptisch waren einige Stadtverordnete schon vorher. Der Bauausschuss hatte den Kauf vor vier Wochen abgelehnt, der Hauptausschuss stimmte kurz darauf aber zu. Am Montag wurde zur allgemeinen Überraschung bekannt, dass die Stadtverwaltung mit erheblichen Zusatzausgaben rechnet, wenn Neuruppin die Fläche von ihrer Tochterfirma übernimmt.

Es geht um ein Areal am früheren Wasserwerk zwischen Trenck­mannstraße und der Straße Am Fehrbelliner Tor. Im Bebauungsplan für das Wohngebiet Sonnenufer ist dort ein Stadtteilpark vorgesehen, also eine Grünfläche, die nicht bebaut werden darf. Das Gelände gehört den Stadtwerken, die damit aber nichts anfangen können. Sie wollen es deshalb an die Stadt verkaufen. Ursprünglich war ein Preis von 7,50 Euro pro Quadratmeter vereinbart, inzwischen wollen die Stadtwerke dafür 15 Euro je Quadratmeter. Zusammen wären das knapp 200 000 Euro.

Allerdings rechnet das Baudezernat mit erheblichen Kosten für die Pflege der Bäume, die dort stehen. Von rund 45 000 Euro ist in einer Vorlage die Rede, die am Montag auf dem Tisch der Abgeordneten lag. Der Stadtverordnete Hartmut Pieper war irritiert: Warum soll Neuruppin erst ein Grundstück teuer kaufen, das die Stadt nicht braucht und das dann auch noch solche Zusatzkosten verursacht? Für ihn war klar: Wenn Neuruppin kauft, dann für jene 45 000 Euro weniger, die die Pflege der Bäume kosten soll.

Die Mehrzahl der Stadtverordneten stimmte ihm zu – zum Ärger und Unverständnis von Stadtwerke-Geschäftsführer Joachim Zindler. Der zweifelte die Zahlen aus dem Baudezernat offen an. So teuer könne der Baumschnitt nicht sein: „Ich glaube ihnen diese 45 000 Euro einfach nicht.“ Baudezernent Arne Krohn machte Zindlers unterschwellige Unterstellung sauer: „Die Zahlen sind nicht aus der Luft gegriffen. Das ist eine Schätzung, die von Fachleuten gemacht wurde.“ Doch für Joachim Zindler war klar, dass ein geringerer Kaufpreis für das Areal nicht infrage kommt: „Wir als Stadtwerke sind zu diesen Bedingungen nicht bereit zu verkaufen.“

SPD-Fraktionschef Nico Ruhle bat schließlich darum, über das Thema nicht abzustimmen. Bürgermeister und Stadtwerke sollen erst verhandeln, ob es nicht doch eine Lösung für das Geschäft gibt, mit der beide Seiten leben können.

Von Reyk Grunow

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