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Neuruppiner Tumorzentrum zertifiziert

Krebsbehandlung Neuruppiner Tumorzentrum zertifiziert

Die Deutsche Krebsgesellschaft hat das Tumorzentrum der Ruppiner Kliniken in Neuruppin erfolgreich zertifiziert. Dadurch ist offiziell sichergestellt, dass die Behandlung der Krebspatienten nach Leitlinien erfolgt und somit standardisiert ist. Besonders André Buchali, Chefarzt der Klinik für Strahlentherapie, hat die Auszeichnung in den vergangenen Jahren vorangetrieben.

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Tumor-Operation in der Neurochirurgie der Kliniken.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Das einzige von der Deutschen Krebsgesellschaft ausgezeichnete Tumorzentrum in Brandenburg ist das der Ruppiner Kliniken. Gunnar Pietzner, Geschäftsführer der Kliniken, hat die Auszeichnung bei einer Feierstunde am Mittwochabend dem Chefarzt der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, André Buchali, überreicht. Das Tumorzentrum wurde 2014 gegründet und im vergangenen Jahr geprüft. Gültig ist das Zertifikat für drei Jahre. „Es war ein langer, holpriger und aufwendiger Weg“, sagte Pietzner.

Als Schwerpunktversorger habe das Hochschulklinikum den Anspruch, eine erstklassige medizinische Versorgung zu bieten und die neuesten Erkenntnisse aus der Forschung zu integrieren. „Das Zertifikat zeigt, dass unsere Mitarbeiter den Mut und den Willen hatten, sich einer externen Prüfung zu stellen“, erklärte Gunnar Pietzner. Allen voran dankte der Geschäftsführer André Buchali, der über drei Jahre Triebfeder für die Zertifizierung war.

Chefarzt André Buchali war über drei Jahre Triebfeder für die Zertifizierung

Chefarzt André Buchali war über drei Jahre Triebfeder für die Zertifizierung.

Quelle: Luise Fröhlich

„Natürlich hatten wir auch vor dem Zertifikat Qualität zu bieten“, sagte André Buchali. Hintergrund dieses Weges ist der Nationale Krebsplan des Bundesgesundheitsministeriums. Dieser zielt darauf ab, dass Krebspatienten möglichst nur noch in zertifizierten Zentren behandelt werden sollten. Schon im Dezember 2012 hatten die Kliniken erste Schritte eingeleitet. „Wir haben aber auf das falsche Pferd gesetzt und im Juni 2014 die Strategie geändert“, so Buchali weiter. Zuerst musste ein Qualitätsmanagement her, das die Arbeitsschritte der Therapien dokumentiert. Die Krebsgesellschaft prüfte dann zum Beispiel, ob genug Personal oder die entsprechenden Geräte vorhanden sind.

Die Patienten können dank der Kriterien für das Zertifikat von der sogenannten „Tumorkonferenz“ profitieren: Von dem Zeitpunkt der Diagnose an diskutieren Ärzte und Sozialarbeiter gemeinsam über die Therapie. „Für alle Krebsfälle soll es dadurch den gleichen Standard geben“, sagte André Buchali. Auch die intensive Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen sei entscheidend. Die Ruppiner Klinken kooperieren mit einigen schon seit Jahren, etwa mit der Ilco, einer Selbsthilfegruppe für Menschen mit künstlichem Darmausgang, oder mit den Prostatakrebs-Selbsthilfegruppen in Brandenburg.

Das Darmkrebszentrum der Ruppiner Kliniken ist schon seit 2010 zertifiziert, das Brustkrebszentrum seit 2011. Das Qualitätsmanagement des Prostatazentrums wurde 2012 ausgezeichnet. Ende vergangenen Jahres wurde mit dem Gynäkologischen Zentrum ein weiteres Organzentrum zertifiziert. All diese arbeiten unter dem Dach des Tumorzentrums.

Von Luise Fröhlich

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