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Neuruppiner Uhrmacher dreht die Zeit zurück

Zeitumstellung aus Sicht eines Uhrmachers Neuruppiner Uhrmacher dreht die Zeit zurück

Als Inhaber eines Uhren- und Juweliergeschäfts in Neuruppin ist Ulrich Dumrath besonders von der Umstellung auf die Winterzeit betroffen. Er muss sich jedes halbe Jahr mit der Zeitumstellung beschäftigen, auch wenn er sie persönlich gern abgeschafft sehen würde. Beruflich steht er seinen Kunden trotzdem mit Rat und Tat zur Seite.

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Ulrich Dumrath hält nichts von der Zeitumstellung, muss die Zeit aber trotzdem zurückdrehen.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Ulrich Dumrath beschäftigt sich beruflich mit der Zeitanzeige. Er leitet das Uhren- und Juweliergeschäft Eugen Dumrath in Neuruppin. Von der Umstellung auf die Winterzeit am Wochenende ist er deshalb auf besondere Weise betroffen. Zur Erinnerung: In der Nacht von Sonnabend zu Sonntag wird die Zeit von 3 auf 2 Uhr zurückgestellt.

Bei Dumrath im Geschäft findet man Uhren aller Art: batteriebetriebene sowie mechanische Armbanduhren, elektronische Multifunktionsuhren, Wanduhren und viele mehr. Der Uhrmachermeister erzählt, dass er die Zeitumstellung persönlich für „den größten Blödsinn“ hält. Er verweist darauf, dass die vorgesehene Energieersparnis nicht belegt werden könne und dass die Zeitumstellung einen „Mini-Jetlag“ verursache, der zu gesundheitlichen Beschwerden führe. Einfach abschaffen, wie Dumrath es am liebsten hätte, kann man die Sommerzeit jedoch nicht: Die Vertreter der Länder der Europäischen Union haben 2001 eine europaweit einheitliche Regelung beschlossen. Folglich ließe sie sich nur durch einen Beschluss aus Brüssel ändern.

Auch wenn Dumrath der Zeitumstellung nichts Positives abgewinnen kann, muss er sich halbjährlich damit auseinandersetzen. In seinen zwei Filialen befinden sich rund 4000 Uhren. Alle von ihnen werden allerdings nicht umgestellt. „Der Aufwand wäre viel zu hoch“, betont Dumrath. Uhren mit Batterie verblieben in der sogenannten „Reset-Stellung“, um den Energieverbrauch zu senken. Beim Verkauf einer Uhr werde die Zeit natürlich für den Kunden angepasst. Auch sonst ist Dumrath behilflich: „Vor allem ältere Kunden kommen ins Geschäft, um sich komplizierte Uhren umstellen zu lassen.“ Elektronische Uhren, die sich automatisch anpassen, sowie Zeigeruhren, bei denen man die Zeit schnell und einfach mit der Krone zurückdrehen kann, seien hingegen kein Problem.

In einem halben Jahr wird er wieder vor derselben Herausforderung stehen: Am 27. März 2016 steht die Umstellung auf die Sommerzeit an – und für Ulrich Dumrath geht der Stress von vorne los.

Von Nico Nobilis

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