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Neuruppiner Wäscherei Promint darf ausbauen

Firma will investieren - Anwohner sind nicht begeistert Neuruppiner Wäscherei Promint darf ausbauen

Die Promint-Wäscherei in Neuruppin will ihren Standort ausbauen. Geht es nach dem Landkreis, darf sie das auch. Die Nachbarn der Großwäscherei sind davon aber gar nicht begeistert. Sie befürchten stärkere Lärm- und Geruchsbelästigungen als bisher und bereits Konsequenzen gezogen.

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Die Promint-Wäscherei in Neuruppin soll größer werden.

Quelle: Geisler

Neuruppin. Die Wäscherei Promint in Neuruppin kann an ihrem Standort an der Gerhart-Hauptmann-Straße investieren. "Die Baugenehmigung ist raus", sagte am Mittwoch Britta Avantario, Sprecherin des Landkreises. Jedoch darf mit den Arbeiten nicht sofort begonnen werden, da noch "bautechnische Nachweise fehlen", so Britta Avantario.

In dem Unternehmen, das zur Marseille-Kliniken AG gehört, war Mittwoch niemand für Nachfragen zu sprechen. Bisher hieß es, dass Promint in Neuruppin die Fabrikhalle ausbauen und dafür mehr als zwei Millionen Euro investieren will. Derzeit reinigen an dem Standort gut 60 Mitarbeiter täglich bis zu neun Tonnen Wäsche, die aus 40 Pflegeeinrichtungen der Marseille-Kliniken stammt. Promint will die Kapazität erhöhen. Das ist nur durch Erweiterung der Halle oder einen Neubau möglich.

Anwohner will vor Gericht ziehen

Die Anwohner sind darüber gar nicht glücklich. Sie befürchten eine noch größere Lärm- und Geruchsbelästigung als bisher. Schließlich wird die Wäsche mit Lastwagen zur Wäscherei gefahren und auch wieder abgeholt. Gewaschen wird wochentags zwischen 6 und 23 Uhr. "Wir haben unseren Rechtsanwalt eingeschaltet", sagt beispielsweise Bernd Gummelt. Er wohnt mit seiner Frau und den zwei Kindern seit 1997 in einem Haus am Kühnplatz ‒ direkt neben der Wäscherei. "Bis 2002 hat man von der nichts gemerkt. Da hat nichts gestunken." Aber dann sei investiert worden ‒ und seitdem gebe es die Lärm- und Geruchsbelästigung. Die Familie hat deshalb schon Klage vor dem Landgericht eingereicht. "Wieso befindet sich eine Großwäscherei überhaupt in einem Wohngebiet und dann auch noch direkt gegenüber einer Schule?", fragt Beate Gummelt. Wann das Gericht über die Klage entscheidet, ist offen.

Promint hatte bei zwei Versammlungen versucht, die Bedenken der Anwohner zu zerstreuen. Gelungen ist das nicht. "Die anderen Anwohner haben ebenfalls ihre Anwälte über die Baugenehmigung informiert", so Gummelt.

Die Marseille-Kliniken hatten 2011 überlegt, ob die Wäscherei nach Polen umziehen soll. Für den Verbleib in Neuruppin hatten sich sowohl Bürgermeister Jens-Peter Golde als auch Landrat Ralf Reinhardt stark gemacht.

Von Andreas Vogel

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