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Neuruppiner debattierten über „ihr“ Museum

Premiere für Diskussionsreihe „Museumsgeflüster“ Neuruppiner debattierten über „ihr“ Museum

Bei einer Gesprächsrunde am Dienstagabend im Museum Neuruppin sagten Besucher, was sie sich von künftigen Ausstellungen in dem gerade sanierten und erweiterten Haus erhoffen. Die Aufarbeitung von Schul- und Militärgeschichte der Stadt wurde dabei unter anderem als ausbaufähig bewertet.

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Uta Land (l.) setzt sich für eine stärkere Aufarbeitung der frühen Schulgeschichte in Neuruppin ein.

Quelle: Mischa Karth

Neuruppin. Es waren die üblichen Verdächtigen, die sich zur Premiere des „Museumsgeflüsters“ am Dienstagabend im Neuruppiner Museum einfanden. Doch das tat einer intensiven Diskussion keinen Abbruch. Was wünschen sich die Besucher von ihrem Museum und dessen Sammlungen? – so lautete die Leitfrage für die Gesprächsrunde. Zunächst gaben Museumsleiter Hansjörg Albrecht und seine Kolleginnen Carola Zimmermann und Dorothea Leicht einen Überblick über die Sammlungsgegenstände des Hauses und deren Herkunft. Danach kamen sie mit knapp einem Dutzend Teilnehmern ins Gespräch.

Eine intensivere Darstellung des Bildungsgeschehens wünscht sich Uta Land. „Die Schulgeschichte müsste noch ein bisschen weiter ausgeführt werden“, sagte die pensionierte Lehrerin und bezog sich damit vor allem auf den Zeitraum der Aufklärung. Da vor genau 650 Jahren die Lateinschule in Neuruppin gegründet wurde, steht die Schulgeschichte derzeit besonders im Fokus.

Ulrich Gaebler liegt die Historie des Garnisonsstandorts am Herzen. „350 Jahre Garnisonsgeschichte sind auch 350 Jahre ökonomische Geschichte“, unterstrich Gaebler. „Mich bewegt, dass diese 350 Jahre nur relativ kurz in der Ausstellung präsent sind.“

Der Idee von Dietmar-Wilfried Buck, auch die Ur- und Frühgeschichte darzustellen, nahm Al­brecht ein wenig den Wind aus den Segeln. Eine multimediale Begleitung sei zwar möglich – und, so Albrecht: „Das wird man auf einer bestimmten Ebene erzählen müssen und auch können.“ Zugleich habe das Museum aber nicht die personellen Möglichkeiten, eine entsprechende Ausstellung zu kuratieren. „Hier arbeitet schon seit Jahrzehnten kein Archäologe mehr“, sagte Albrecht.

Weiter ausbauen will das Museum die Angebote für Kinder und Jugendliche. So soll Unterrichtsmaterial bis zum neuen Schuljahr gedruckt sein und die Zusammenarbeit mit den Schulen verstärkt werden. „In der letzten Woche waren fünf Schulklassen und ein Kindergarten hier“, sagte Dorothea Leicht. Personell stoße das Haus aber auch hier an Grenzen. Deshalb soll es am 8. September zum zweiten Museumsgeflüster um pädagogische Angebote gehen. Der dritte Termin steht ebenfalls schon fest: Am 10. November lautet das Thema „Minimax – Feuerlöscher aus Neuruppin“.

Von Mischa Karth

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