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Ostprignitz-Ruppin Neuruppins Feuerwehr fordert mehr Geld
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppins Feuerwehr fordert mehr Geld
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02:16 17.12.2015
Allein ein Ersatz für den alten Hubsteiger würde geschätzte 700 000 Euro kosten. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Die Neuruppiner Feuerwehr braucht in den nächsten Jahren mehrere Millionen Euro für neue Fahrzeuge und Gebäude. Stadtbrandmeister Reinhard Jachnick erwartet, dass die Fontanestadt weit mehr Geld in den Brandschutz investiert und dass endlich die Technik angeschafft wird, auf die die Feuerwehr schon lange wartet.

Ein großes Problem ist die sogenannte Hauptwache an der Schinkelstraße. Dort ist die Neuruppiner Feuerwehr seit mehr als hundert Jahren untergebracht. Doch inzwischen ist das Gebäude trotz aller Umbauten zu eng. Einzelne Fahrzeuge hat die Wehr schon an anderen Standorten untergestellt. „Das Gebäude entspricht auch nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Feuerwehr“, sagt der Stadtbrandmeister und fordert eine neue Feuerwache an einem anderen Standort.

Ein erstes Konzept dafür hat die Wehrführung an den Bürgermeister übergeben. Doch Jachnick macht sich nichts vor: Der Investitionsbedarf bei der Feuerwehr dürfte die finanziellen Möglichkeiten der Stadt in den nächsten Jahren bei Weitem übersteigen. Erst einmal braucht Alt Ruppin eine neues Gebäude. Die Suche nach einem Grundstück, Planung und Bau werden dort mehrere Jahre dauern, so lange muss die Forderung nach einer neuen Hauptwache ruhen. „Wenn wir 2020 damit anfangen, sind wir gut“, sagt der Feuerwehrchef.

In die Jahre gekommen: das Gebäude der Hauptwache in Neuruppin. Quelle: Peter Geisler

Weniger Geduld hat er bei der neuen Technik. Seit vier Jahren wartet die Feuerwehr inzwischen auf Ersatz für ein Fahrzeug, das 2011 bei einem Unfall verunglückt war. Derzeit müssen die Neuruppiner im Notfall einen Rüstwagen aus anderen Orten zur Hilfe rufen – keine Dauerlösung. Auch auf einen eigenen Übungsturm warten die Neuruppiner Feuerwehrleute seit Jahren. Der wäre für die Ausbildung enorm wichtig. Der Turm soll etwa 100 000 Euro kosten – für die Stadt zu viel Geld.

Rund 340 000 Euro plant Neuruppin 2016 für den Kauf eines neuen Löschfahrzeugs, 280 000 Euro davon übernimmt das Land als Zuschuss. Weitere 50 000 Euro sind für einen Mannschaftstransporter für die Feuerwehr vorgesehen. Zwei davon werden eigentlich benötigt, doch nur für einen reicht 2016 das Geld. Für etwa 70 000 Euro will die Stadt dafür das alte Löschfahrzeug in Gühlen-Glienicke generalüberholen lassen und hofft, dass das noch weitere sechs oder mehr Jahre seinen Dienst tut. Ähnlich sieht es um den Hubsteiger der Hauptwache aus. Eine neue Drehleiter oder ein ähnliches Ersatzfahrzeug würden rund 700 000 Euro kosten, schätzt Reinhard Jachnick. Zurzeit unbezahlbar

Die Stadt Neuruppin ist bei der Feuerwehr längst auf die Hilfe seiner Tochterfirmen angewiesen. Allein die städtische Wohnungsbaugesellschaft NWG zahlt im nächsten Jahr 80 000 Euro für die freiwillige Feuerwehr. Das Geld wird benötigt, um den alten Hubsteiger noch einmal reparieren zu lassen und um neue Schutzkleidung für die Feuerwehrleute anzuschaffen.

Auch die Stadwerke werden ihr Engagement ausbauen, kündigte Geschäftsführer Thoralf Uebach an. Bei einer Auszeichnungsveranstaltung am Sonnabend übergab er einen Scheck über 1500 Euro für die Jugendwehr in Neuruppin und kündigte dieselbe Summe für die Jugendwehr in den Ortsteilen an. Für die nächsten Jahre stellte er noch mehr Hilfe der Stadtwerke in Aussicht.

Von Reyk Grunow

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