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Neuruppins Jugendbeirat in der Krise

Frust im Vorstand wegen geringer Mitarbeit Neuruppins Jugendbeirat in der Krise

Mit einem „Brandbrief“ will der Vorstand des Neuruppiner Jugendbeirates von seinen Mitgliedern wissen, ob das Gremium noch sinnvoll ist oder ob es aufgelöst werden sollte. In den vergangenen Monaten hatte die Mitarbeit immer weiter abgenommen. Manchmal kamen nur fünf der 17 Mitgliedern zu Sitzungen.

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Immer öfter blieben bei Sitzungen Stühle leer.

Quelle: dpa

Neuruppin. Der Jugendbeirat von Neuruppin steckt in der Krise. Die Arbeit läuft so schlecht, dass der derzeitige Vorsitzende Pascal Rohrmoser vom Oberstufenzentrum und sein Stellvertreter Vincent Dallmann von der SPD jetzt sogar die Auflösung des Gremiums in den Raum stellen. Vor wenigen Tagen haben sie einen „Brandbrief“ an die anderen Mitglieder des Beirates geschickt, in dem sie sich über die mangelnde Mitarbeit beklagen.

Auch von außen betrachtet, besteht seit Monaten der Eindruck, dass sich kaum noch jemand im Jugendbeirat engagiert. Über Monate mühte sich die Stadt, einen neuen Vorstand für den Beirat zu finden, nachdem der Vorsitz frei geworden ist. Oft fielen Sitzungen aus, weil zu wenige Mitglieder kamen.

Gremium galt einst als Vorzeigemodell

Dabei galt der Neuruppiner Jugendbeirat einmal als Vorzeigemodell. Die Stadt hatte ihn in den 90er Jahren gegründet. Zum einen sollte der Beirat die Stadtverordneten in Fragen der Jugendarbeit, Jugendpolitik und Jugendinteressen beraten. Zum anderen sollten Jugendliche auf diesem Weg die Möglichkeit bekommen, sich in die Politik einzumischen.

Nach der ursprünglichen Idee sollten vor allem Jugendliche Mitglied in dem Gremium sein: Vertreter von Schulen, aus Jugend­einrichtungen und Vereinen. Weil sich in den vergangenen Jahren immer weniger Jugendliche für die Arbeit bereit fanden, können inzwischen auch hauptamtliche Mitarbeiter von Vereinen Mitglied im Jugendbeirat werden. Trotzdem droht die Arbeit einzuschlafen. „Die momentane Situation kommt einem Trauerspiel gleich“, formuliert es Pascal Rohrmoser. Oft kommen nur fünf oder sieben der 17 Mitglieder zu den Treffen. Mit so wenigen Vertretern „bilden wir nicht mehr den Querschnitt der Jugend in der Stadt“, findet der Vorstand. „Es kommt zwangsläufig die Frage auf, ob es sich noch lohnt, den Jugendbeirat in seiner jetzigen Form zu erhalten“, heißt es in dem Brief, der allen Mitgliedern des Beirates zugegangen ist.

Viele Reaktionen haben Pascal Rohrmoser und Vincent Dallmann auf ihr Schreiben noch nicht bekommen. Das ist wohl auch der Ferienzeit geschuldet. Am Mittwoch, 26. Mai, soll es bei der Sitzung des Jugendbeirates ab 19 Uhr im Jugendfreizeitzentrum vor allem darum gehen, ob und wie der Jugendbeirat weitermacht.

Von Reyk Grunow

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