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Neuruppins Kitas bleiben zu

Erzieherinnen planen am Freitag einen Streikspaziergang Neuruppins Kitas bleiben zu

Neuruppiner Eltern müssen weiter improvisieren. Denn auch am Freitag bleiben die Kitas der Stadt zu. Alle 13 Einrichtungen sind geschlossen, die Mitarbeiter gehen demonstrieren. Wie es in den nächsten Tagen und Wochen weiter geht, ist unklar.

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Neuruppin. „Zum Glück habe ich einen sehr verständnisvollen Arbeitgeber“, sagt Stefanie Kollan. Sonst wüsste die junge Mutter nicht, wie sie mit diesem Kita-Streik umgehen soll. Ihr kleiner Sohn geht zwar in einen Kindergarten, der nicht bestreikt wird. „Aber meine Tochter geht in den Hort“, sagt Stefanie Kollan. Normalerweise.

Am Freitag geht das nicht – am Freitag geht gar nichts in den städtische Kitas und Schulhorten in Neuruppin. Alle 13 Einrichtungen in Trägerschaft der Fontanestadt bleiben den gesamten Tag über geschlossen. Betroffen sind laut Stadtverwaltung allein in Neuruppin mehr als 1400 Kinder. Und deren Eltern.

Einige wollen sich am Freitag dem geplanten Umzug von Kita-Erziehern durch die Fontanestadt anschließen. Morgens um 8 Uhr wollen sich mehr als hundert Erzieher mit Müttern und Vätern am Bahnhof Rheinsberger Tor treffen und vorn dort mit Plakaten und Transparenten durch die Stadt ziehen. Vom Bahnhof soll es in Richtung Gerhart-Hauptmann-Straße, entlang der B 167 zur Franz-Künstler-Straße, zum Rathaus und dann weiter durch die Karl-Marx-Straße in Richtung Schulplatz gehen, sagt Susanne Feldkötter, die Verdi-Geschäftsführerin für den Bezirk Potsdam-Nordwestbrandenburg, zu dem auch Neuruppin gehört.

Verdi nennt den Umzug einen „Streik-Spaziergang“. Der soll nur über Gehwege führen und ist offiziell nicht als politische Versammlung gedacht.

Der Umzug endet auf dem Schulplatz, wo die Erzieherinnen ihren Streik einige Stunden fortsetzen werden. Auch Susanne Feldkötter wird nach Neuruppin kommen, um die streikenden Kita-Erzieherinnen zu unterstützen.

Neben denen in Neuruppin bleiben auch drei Kitas in Wittstock geschlossen. Ob sich weitere Kindergärten am Streik beteiligen, konnte Verdi am Donnerstag noch nicht sagen. Unklar war auch noch, wie die Kitas in den nächsten Wochen öffnen. Der bundesweite Streikaufruf der Gewerkschaften Verdi, Erziehung und Wissenschaft und Deutscher Beamtenbund gilt unbefristet weiter.

Von Reyk Grunow

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