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Neuruppins Museum verliert einen Gönner

Zum Tod von Alfred Gunzenhauser Neuruppins Museum verliert einen Gönner

Mit dem Tod von Alfred Gunzenhauser hat das Museum Neuruppin einen wichtigen Gönner und Förderer verloren. Gunzenhauser galt als einer der wichtigsten Kunstsammler und Galeristen Deutschlands nach 1945. Neuruppin hat er seine Sammlung von Eisenkunstguss aus der Schinkelzeit als Dauerleihgabe vermacht.

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„Gold gab ich für Eisen“ war das Motto, das den Eisenkunstguss in der Zeit der Befreiungskriege nach 1813 so bekannt und beliebt machte. Karl-Friedrich Schinkel entwarf viel Kunst aus Eisen.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Die Fontstadt Neuruppin hat einen namhaften Förderer und Unterstützer des Museums verloren: Der Münchner Galerist und Kunstsammler Alfred Gunzenhauser ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Mit Neuruppin war Alfred Gunzenhauser die letzten zehn Jahre seines Lebens eng verbunden.

Alfred Gunzenhauser gilt als einer der bedeutendsten Kunstsammler Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg. Er hat hunderte Werke von Weltrang zusammengetragen. Davon hat auch Neuruppin profitiert. Der Geburtsstadt des Baumeisters Karl-Friedrich Schinkel hat Alfred Gunzenhauser seine imposante Sammlung von Eisenkunstgussobjekten als Dauerleihgabe vermacht: mehr als 300 Stücke, die zum Teil nach bekannten Entwürfen von Karl-Friedrich Schinkel angefertigt wurden, zum Teil seinem Umfeld zuzurechnen sind.

Die Stadt Chemnitz hat Alfred Gunzenhauser ein eigenes Museum eingerichtet. In dem werden mehr als 2400 Werke von 270 Künstlern aus der Sammlung Gunzenhauser aufbewahrt: Arbeiten von Otto Dix, Conrad Felixmüller, Lovis Corinth, Paula Modersohn-Becker und anderen.

Gunzenhauser hatte auch gehofft, dass Neuruppin ein eigenes Eisenkunstgussmuseum einrichten könnte. Dazu sah sich die Stadt jedoch nicht in der Lage. Neuruppins Museumsleiter Hansjörg Albrecht und der Kunstsammler aus München kamen schließlich überein, dass Schinkels Eisengusskunst um neuen Museum von Neuruppin einen angemessenen Platz erhält. Das Museum zeigt unter anderem zwei Gartenstühle, die auf Entwürfe von Karl-Friedrich Schinkel zurückgehen, kunstvoll gearbeitete Teller und Kerzenleuchter, wie sie vor allem im 19. Jahrhundert sehr beliebt waren. Die Objekte gehören der Gunzenhauser-Stiftung in Chemnitz, bleiben aber weiter in Neuruppin.

Alfred Gunzenhauser konnte sich kein Bild mehr davon machen, wie seine Leihgabe hier präsentiert werden. Schwer krank konnte er das Museum seit dessen Eröffnung im Januar nicht mehr besuchen. „Die Fontanestadt Neuruppin wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren“, heißt es in einem Nachruf von Bürgermeister Jens-Peter Golde und Museumsleiter Albrecht. Gunzenhauser starb am 16. November, er wird in Heidenheim bei Stuttgart bestattet.

Von Reyk Grunow

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