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Ostprignitz-Ruppin Neuruppins „Seetor Residenz“ später fertig
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppins „Seetor Residenz“ später fertig
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02:15 15.01.2016
An der Grundwassermessstelle: Prima-Service-Geschäftsführer Henry Bloch (l.) und Gutachter Peter Hartwiger. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Neuruppins größtes Bauprojekt, die „Seetor Residenz“, wird vermutlich ein halbes Jahr später fertig als zunächst geplant. Prima-Service-Geschäftsführer Henry Bloch geht davon aus, dass die Arbeiten an dem 13,5-Millionen-Euro-Projekt zum Jahresende abgeschlossen sind. Beim ersten Spatenstich im Juli vergangenen Jahres hatte er noch gehofft, die ersten Wohnungsbesitzer könnten bereits im Sommer 2016 einziehen. Doch der Bau verzögerte sich, weil das Grundwasser auf der sanierten Industriebrache noch nicht überall die erwünschten Werte hat.

Jahrzehnte lang waren bei der Anlieferung von Rohstoffen für das benachbarte Feuerlöschgerätewerk Giftstoffe in den Boden gesickert. Vor Baubeginn hatte die Prima-Solar-Unternehmensgruppe das Gelände deshalb aufwändig saniert – im Frühjahr 2015 ließ sie die mit leicht flüchtigen Kohlenwasserstoffen vergiftete Erde bis zu einer Tiefe von fünf Metern abbaggern und durch sauberen Sand ersetzen. Im eigentlichen Sanierungsgebiet seien die mit dem Umweltamt vereinbarten Werte deshalb längst erreicht, sagt Gutachter Peter Hartwiger. Außerhalb der Sanierungsfläche weisen die Messungen jedoch an zwei Stellen wegen zurücklaufenden Grundwassers noch erhöhte Werte aus. Hartwiger geht jedoch davon aus, dass auch an diesen beiden Stellen demnächst Wunschwerte angezeigt werden. „Die Schadensursache ist komplett beseitigt“, sagt der Gutachter. „Die Nachwirkungen lösen sich jetzt langsam auf.“

Die meisten Wohnungen sind verkauft

Hartwiger ist mit der Sanierung ehemaliger Neuruppiner Industrieflächen bestens vertraut. Der 62-Jährige wurde unter anderem bei der Sanierung des Flughafens, der Panzerkaserne oder der Fläche der ehemaligen Elektro-Physikalischen Werke befragt. Die Sanierung des Uferareals für die künftige „Seetor Residenz“ ist für ihn „aufgrund der Bodengeologie und des Schadensbildes ein eigentlich einfacher Fall“. Auch an den beiden Messstellen, an den zuletzt noch erhöhte Werte gemessen worden waren, gingen die Werte kontinuierlich zurück. „Die Sanierung ist erfolgreich“, sagt Hartwiger.

Bislang fehlt der Prima-Solar-Gruppe noch die komplette Baufreigabe. Bloch hofft jedoch, dass die Bauleute in kürze auch mit dem dritten Gebäuderiegel beginnen können. Von den anderen beiden Gebäuderiegeln sind bereits die ersten beiden Stockwerke zu sehen. Ende Mai, so wünscht es sich Bloch, sollen die dreigeschossig geplanten Gebäudeteile im Rohbau fertig sein.

67 Eigentumswohnungen sollen am Ufer des Ruppiner Sees entstehen. Inzwischen hat Bloch für etwa Dreiviertel der Wohnungen einen Käufer gefunden. Für die Wohnungen in der besten Lage ganz vorn am Wasser fanden sich am schnellsten Interessenten. Die Käufer kommen aus Neuruppin, Berlin, Hamburg oder sogar Belgien. Sie lockt auch die geplante Marina mit 50 Bootsliegeplätzen, die bis zum Sommer 2017 fertig sein soll.

Noch in diesem Jahr will Neuruppin die Uferpromenade vom Seetorviertel unter dem Seedamm hindurch bis zur Anbindung an den Weg nach Alt Ruppin weiterbauen – so war es auf dem Neuruppiner Neujahrsempfang angekündigt worden. Den Baufortschritt in der „Seetor Residenz“ können die Neuruppiner dann aus nächster Nähe verfolgen.

Von Frauke Herweg

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