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Ostprignitz-Ruppin Neuruppins Seetorviertel wird Hoffnungsträger
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppins Seetorviertel wird Hoffnungsträger
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00:17 14.05.2016
Noch wirkt das Neuruppiner Seetorviertel wenig attraktiv. Das soll sich auch mit Hilfe des Rahmenplanes ändern. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Im Jahr 2019 könnten sich in Neuruppins Seetorviertel die ersten Baukräne drehen, um am Rande des Ruppiner Sees zwischen Steinstraße und Resort Mark Brandenburg Wohnungen für bis zu 500 Menschen, ein Pflegeheim, ein weiteres Hotel, ein Restaurant und ein Ärztehaus zu errichten. Das erklärte Neuruppins Vize-Bürgermeister Arne Krohn am Dienstagabend bei einer Einwohnerversammlung im Rathaus. Bei dieser wurde der Rahmenplan für das Seetorviertel präsentiert.

„Wir wollen in den Dialog mit den Neuruppinern kommen“, sagte Krohn. Immerhin handele es um die attraktivste Stadtentwicklungsfläche von Neuruppin.

Laut Planer Thomas Nagel ist am Seeufer keine geschlossene Randbebauung vorgesehen. Vielmehr soll es durch den Bau von sogenannten Stadtvillen, die maximal drei Geschosse haben, ein aufgelockertes Bild geben. Klar ist demnach bereits, dass der Fischerweg etwas verlegt werden soll. Denn das Resort will seinen Badbereich ergänzen. Zudem ist ebenfalls der Bau eines Gebäudes direkt am Parkhaus geplant, damit dessen dominanten und nicht zur Altstadt passenden Anblick etwas verdeckt wird. Das Parkhaus wird vermutlich noch um eine Etage erhöht.

Der Rahmenplan wird gelobt

„Es geht darum, die bisherigen architektonischen Mängel im Seetorviertel auszugleichen“, sagte Siegfried Pieper. Der SPD-Stadtverordnete lobte den Rahmenplan. Dieser ist allerdings lediglich eine grobe Richtschnur für das weitere Handeln und sagt, auf welchen Flächen Gebäude entstehen sollen. Damit wirklich gebaut werden kann, müssen die Abgeordneten später dem jeweiligen Bebauungsplan zustimmen. „Wenn auf dem Tafelsilber der Stadt gebaut wird, dann sollte es auch von hoher Qualität sein“, betonte Pieper.

Das wünscht sich ebenfalls das Rathaus. „Wir wollen Qualitätsstandards setzen, die auch über die Stadt hinaus gelten“, sagte Krohn. Neuruppin könnte künftig dann nicht allein als Stadt des Klassizismus einen Namen haben, sondern ebenfalls als Stadt der Moderne.

Seetorviertel gilt als Sorgenkind

Das ist hehres Ziel. Gilt doch das Seetorviertel trotz seiner guten Lage zwischen Altstadt und See seit mehr als zehn Jahren als Sorgenkind. Grund: Bisher verhinderten Streitigkeiten zwischen verschiedenen Eigentümern eine abgestimmte Entwicklung des etwa fünf Hektar großen Areals. Hinzu kommen Altlasten im Boden sowie eine alte Regenwasserleitung, die weiterhin gebraucht wird und in Betrieb ist. Diese könne mit leichteren Gebäuden überbaut werden, sagte Architekt Nagel.

Die Streits scheinen ebenfalls ausgeräumt zu sein. Die größten Eigentümer sind nunmehr das Resort, die Firma Seetorresidenz, die bereits direkt am Seedamm eine Wohnanlage baut, der Firma Prima-Solar sowie die Fontanestadt. Diese will ihre Flächen südlich der Steinstraße aber verkaufen. Darüber sind nicht alle glücklich. „Die Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft könne dort doch gehobenen Mietwohnungsbau anbieten“, sagte Pieper. Dagegen spricht, dass die Stadt die Einnahmen aus dem Grundstücksverkauf bereits für das Decken des Haushalts vorgesehen hat.

Hinweis: Der Rahmenplan für das Seetorviertel kann bis 10. Juni im Bürgerbüro im Rathaus eingesehen werden. Zudem wird er auf der Homepage der Stadt im Internet unter www.neuruppin.de zu finden sein.

Von Andreas Vogel

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