Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Neuruppins erste Kinderfeuerwehr
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppins erste Kinderfeuerwehr
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:15 15.04.2016
Die meisten Kinder finden Feuerwehren einfach toll. Quelle: André Reichel/Archiv
Anzeige
Lichtenberg

Dass sie noch nicht selbst eines der großen roten Autos fahren können, ist ihnen schon klar. Und dass sie nicht wirklich löschen können wie die Erwachsenen, wenn irgendwo ein Haus brennt, auch. Aber Feuerwehr ist mehr als nur der Einsatz im Notfall. Feuerwehr ist spannend – fast jedes Kind findet sie faszinierend. Doch ausgerechnet die Jüngsten blieben bisher außen vor.

Immer wieder fragen Eltern, ob ihre Sprösslinge nicht schon Mitglied in der Jugendwehr werden können. In Neuruppin war das bisher erst möglich, wenn die Mädchen und Jungs wenigstens acht Jahre alt sind. Den Kindern blieb nichts weiter übrig, als zu warten – oder sich etwas anderes zu suchen, das ihnen Spaß macht. Wenn sie dann alt genug waren für die Jugendfeuerwehr, hatten sich viele schon für einen Sport- oder einen anderen Verein entschieden und für die Feuerwehr gar keine Zeit mehr. Mit einer neuen Initiative will die Feuerwehr in den Neuruppiner Seegemeinden versuchen, auch die Jüngeren zu binden. In Lichtenberg entsteht gerade Neuruppins erste Kinderfeuerwehr.

Mit sechs Jahren können Kinder in Lichtenberg zur Feuerwehr

In der können schon Jungs und Mädchen ab sechs mitmachen, zwei Jahre früher als das bisher möglich war. „Es ist ein Pilotversuch“, sagt Neuruppins Ordnungsamtsleiterin Annette Friedrichs. Die Feuerwehrleute wollen erst einmal testen, wie das Angebot so ankommt bei den Knirpsen.

Grundsätzlich muss die Feuerwehr jede Möglichkeit nutzen, um neue Mitglieder zu gewinnen. Seit Jahren geht die Zahl der aktiven Feuerwehrleute immer mehr zurück. „Die Personalsituation ist nicht gerad rosig“, sagt Annette Friedrichs und untertreibt damit deutlich. Der zunehmende Personalmangel führt in immer mehr Orten dazu, dass einst selbstständige Feuerwehrereinheiten zusammengelegt werden müssen.

In den Neuruppiner Seegemeinden Wuthenow, Gnewikow, Karwe, Radensleben und Lichtenberg hatte das für jahrelangen Streit gesorgt. 2015 ist schließlich die neue Feuerwache Südost in Lichtenberg in Betrieb gegangen. Dort war von Anfang an Platz für die Nachwuchslöscher vorgesehen. Der soll jetzt von der Kinderfeuerwehr ausgefüllt werden.

In den Dörfern braucht die Jugendwehr mehr Unterstützung

In der Testphase will die Wehr vor allem die Kinder und Eltern in den umliegenden fünf Orten ansprechen. „Es ist auch richtig, dass wir damit im ländlichen Bereich beginnen“, sagt Annette Friedrichs. In den Dörfern sei es nicht immer so einfach, viele Kinder für die Feuerwehr zu begeistern – auch, weil dort viel weniger Kinder wohnen als etwa in Neuruppin. In der Stadt sind die Jugendgruppen weit besser aufgestellt.

Wenn auch nicht mehr so gut wie noch vor einigen Jahren. „Insgesamt hat die Jugendfeuerwehr etwa 90 Mitglieder“, sagt André Lehmann. Er ist selbst Feuerwehrmann und im Neuruppiner Rathaus seit einigen Jahren für die Nachwuchsgewinnung der Freiwilligen Wehren zuständig. Vor nicht allzu langer Zeit hatten die Jugendwehren in Neuruppin und den 13 Ortsteilen noch gut 100 Mitglieder zwischen acht und 16 Jahren. „Da wollen wir auch wieder hin“, sagt Annette Friedrichs. Sie sieht die Jugendwehren als ein Mittel gegen die Personalnot, wenn auch nicht als einziges.

Informationen: Für Sonntag, 17. April, um 15 Uhr lädt die Neuruppiner Feuerwehr Kinder und Eltern zu einer ersten Informationsveranstaltung zur neuen Kinderfeuerwehr in die Feuerwache Südost hinter dem Gemeindehaus von Lichtenberg ein.

Von Reyk Grunow

Es geht um 84 Kilogramm Marihuana, die soll ein 37-Jähriger aus dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin gekauft und wieder verkauft haben. Der Angeklagte schweigt. Aber vor Gericht packen die Zeugen aus. Ihre Aussagen lassen erkennen, welche Tricks der Angeklagte anwandte, um seine Drogengeschäfte zu vertuschen.

12.04.2016

An der Polthier-Oberschule in Wittstock können Neuntklässler erstmals ihren Mofa-Berechtigungsschein nahezu kostenlos erwerben. Möglich gemacht wird das durch die Initiative der Polizistin Petra Rieger.

15.04.2016

Wer bisher auf der offiziellen Internetseite der Stadt Rheinsberg nach touristischen Informationen suchte, der musste sich durch einen altbackenen und komplizierten Netzauftritt durchklicken. Die neue Homepage, die extra auf die Bedürfnisse von Besuchern der Prinzenstadt zugeschnitten ist, besticht stattdessen durch eine klare Optik und Informationen auf einen Blick.

15.04.2016
Anzeige