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Neustadt: Ein Abend mit Karl Dall

Entertainer zu Gast in Olafs Werksta Neustadt: Ein Abend mit Karl Dall

Der bekannte Entertainer und Schauspieler Karl Dall begeisterte am Freitagabend die Gäste in Olafs Werkstatt in Neustadt mit seinem Programm. Der ausverkaufte Saal tobte, als Dall seine Witze erzählte und Zweizeiler aus einem Gedichtband vorlas. Er rief während der Show auch Leute aus der Region an und plauderte mit ihnen.

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Telefonspaß ohne Ende: Es hätte jeden treffen können.

Quelle: Sandra Bels

Neustadt. Den Freitagabend wird die 23-jährige Sarah aus Friesack wohl so schnell nicht vergessen. Ihr Handy klingelte und Karl Dall war dran. „Hallo Sarah, hier ist Karl Dall“, ruft Selbiger in den Hörer. Stille am anderen Ende. „Deine Mutter hat mir die Nummer aufgeschrieben“, sagt der Entertainer. Sarah hat sich mittlerweile gefangen. Sie war gerade dabei ihr Kind ins Bett zu bringen. Sie plaudert nett mit dem Mann am anderen Ende. Dann legt er auf.

Live-Anrufe direkt aus der Show

Die Gäste in Olafs Werkstatt können sich kaum noch halten vor Lachen. Es soll nicht der letzte Anruf an diesem Abend gewesen sein. „Schreibt mir eure Fragen auf die Kärtchen und eine Telefonnummer dazu und gebt sie nach der Pause bei mir ab“, so Karl Dall. Das ließen sich viele Gäste nicht zweimal sagen. Der Sektkühler, in dem die Karten gesammelt wurden, war fast voll. So bekam auch Wolfgang einen Anruf. Dall sollte ihm von Reinhard ausrichten, dass die Heizung kaputt ist und er sofort kommen müsste. Wolfgang hatte den Braten wohl gerochen und ließ sich nicht ins Bockshorn jagen. Auch er plauderte nett mit dem Anrufer und erzählte ihm , dass er noch überlegt habe, eine Karte für Dalls Auftritt zu kaufen. Dass er nun live in der Show ist, war für ihn noch dreimal besser.

Auf einer Karte stand: „Können wir nachher noch ein Foto mit Ihnen machen?“ Dalls Antwort: „Klar, ich fühle mich heute so volkstümlich.“ Die Frage, warum er sein Auge nie operieren lassen hat, beantwortete er nicht so fein, erntete aber auch dafür schallendes Gelächter.

Geschichten aus der Filmkarriere

Karl Dall telefonierte nicht nur. Er erzählte auch Geschichten aus seinem Leben und zeigte Filme dazu. So sahen die Zuschauer ihn in seiner ersten Komparsenrolle im Film Winnetou I. Für diejenigen, die es nicht von selbst erkannten, zeigte ein gelber Pfeil auf Dall in dem Filmausschnitt. Sein Kommentar: „Von Mario Adorf hat danach kein Schwein mehr gesprochen.“ Dall aber bekam anschließend seine erste Sprechrolle in der „Pension Klausewitz“. Er musste einen Mann ohrfeigen und ihn dann mit den Worten „Wohl abwerben“, die Treppe herunterstoßen. „Das war der Anfang meiner Kinokarriere“, erzählte der Entertainer. Zu Ruhm und Ehre wollte er auch jemandem aus dem Publikum verhelfen. „Ist hier irgend jemand im Saal der ein bisschen Klavierspielen kann?, fragte er in die Runde. Niemand meldete sich. Dann aber zeigte ein Gast auf einen anderen. Es war Hartmut Paschen aus Kyritz, der sich als Musiker und Chorleiter schon allerhand Sporen verdient hat. Dall wusste nicht, dass er hier an einen Profi geraten war. Umso mehr überraschte es ihn, wie sicher Paschen die Noten für La Paloma beherrschte. Zusammen zogen die beiden eine Show auf der Bühne ab, dass es die Leute kaum noch auf den Sitzen hielt.

Zweizeiler aus einem Gedichtband vorgelesen

Anschließend las Karl Dall Zweizeiler aus einem Gedichtband vor, den er zusammen mit Ingo Insterburg geschrieben hatte. Dabei ging es das eine oder andere mal doch relativ schlüpfrig zu. Dall las: „Ein Mädchen, das ins Wasser plumpst, ist sauber, wenn man es danach rauszieht.“ oder: „Oh Liebe, oh Wunder, man wird plötzlich runder.“ Dem Publikum gefiel’s. Es belohnte jeden Gag mit tosendem Applaus und schallendem Gelächter.

Es war Karl Dalls erster Besuch in Olaf Werkstatt. Inhaber Olaf Krause sagte, dass der Entertainer mit Vorliebe in so kleinen Häusern, wie das in Neustadt, auftritt. Krause freute sich über das ausverkaufte Haus. Der Saal platzte aus allen Nähten. Er hofft auch auf großes Interesse bei den nächsten Veranstaltungen in der Werkstatt. Mr. Rod covert Songs von Rod Steward und ist am 15. April ab 19 Uhr dort zu hören. Kabarett gibt es am 21. April mit Ralph Richter, ebenfalls ab 19 Uhr.

Von Sandra Bels

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