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Neustadt: Rotarier treffen Plattsnacker

Kyritzer Club wird zehn Jahre alt Neustadt: Rotarier treffen Plattsnacker

Der Rotary-Club Kyritz feiert am 1. Juli im Parkhotel „Sankt Georg“ in Neustadt sein zehnjähriges Bestehen. Im Vorfeld der Veranstaltung trafen sich die Rotarier mit den Plattsnackern aus der Knatterstadt. Diese stellten niederdeutsche Texte vor. Der Star des Abends war der 85-jährige Fritz Neye.

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Elke Meier-Lorenz (links), Präsidentin der Kyritzer Rotarier, mit den Plattsnackern Fritz Neye und Gabriele Ellfeldt.

Quelle: Wolfgang Hörmann

Neustadt. Nur ein paar Wochen noch, dann begeht der Rotary-Club Kyritz mit Mitgliedern aus dem Altkreis sein erstes Jubiläum. Zwar fiel die Gründung vor zehn Jahren – damals initiiert von Pharmazierat Guntram Peter als Beauftragter der Wittstocker Rotarier – schon auf den 12. Januar, aber im Sommer feiert es sich eben nun mal besser. Dann passt es auch den Dossestädtern, die als Gäste erwartet werden. Die Fete steigt am 1. Juli im Parkhotel „Sankt Georg“ in Neustadt.

Dass am Mittwochabend am selben Ort quasi aus dem Stehgreif schon mal bilanziert wurde, lag daran, dass man Gästen das Wirken näher bringen wollte. Und so berichteten Gründungspräsident Bernd-Rudolf Füllgraf, Bernd Alisch und die aktuelle Präsidentin Elke Meier-Lorenz, wie das Motto „Dienen, Helfen, Gemeinschaft schaffen“ bisher gelebt werden konnte.

Das zeigte sich unter anderem in einer Aktion für die Ukraine, bei der 120 nicht mehr benötigte Krankenhausbetten aus dem KMG-Klinikum verladen und gen Osten gebracht wurden. Junge Leichtathleten aus Kyritz bekamen mit Hilfe von Spendern Umkleide- und Waschräume in der alten Turnhalle am Gymnasium. Erwähnenswert sind auch die aktive Beteiligung am internationalen Kampf gegen die Kinderlähmung und an der Solidaritätsaktion „Sterntaler“ der Märkischen Allgemeinen Zeitung. Seit 2006 beträgt das Spendenaufkommen für alle Aktivitäten summa summarum stolze 50 000 Euro.

Die Sprache der alten Hanse

Die Gäste hörten es mit Interesse und einigem Staunen. Mit der gleichen Reaktion bei ihren Gastgebern konnten sie sich anschließend revanchieren. Gabriele Ellfeldt, Vorsitzende des Freundeskreises der Kyritzer Plattdüütschen, ihr Vorgänger und Mentor Fritz Neye und Wolfgang Hörmann versuchten, mit aufgeteilten Wortbeiträgen die niederdeutsche Mundart und ihre Verteidiger ins rechte Licht zu rücken. Da ging es natürlich um die Gründerinnen des Freundeskreises, der seit 1992 besteht.

Dann wurden den Gastgebern geduldige Verfechter der einzigen Sprache in der alten Hanse vorgestellt. Da führte kein Weg vorbei an Ernst Stadtkus aus Rehfeld, Heinz Müller aus Stüdenitz, dem Ehepaar Grähn aus Großderschau. Fritz Neye gehört auch dazu. Der 85-Jährige kommt aus der Großderschauer Platt-Schol. Wie kein anderer weit und breit kennt er sich mit Fritz Reuter aus, den er am Mittwoch mehr als einmal verbal hochleben ließ. Mit Zitaten, Gedichten, Witzen war der Kyritzer eindeutig der Star des Abends. Jeder könne im Freundeskreis Mitglied werden, warb der Senior abschließend. Erst einmal fand sich niemand. Doch die Einladung gilt immer.

Von Wolfgang Hörmann

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