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Neustadt trägt Festspiel-Risiko

Kein Versicherungsschutz für Komödienfestival Neustadt trägt Festspiel-Risiko

Was wird, wenn die „Schöller-Festspiele“ mal abgesagt werden müssen? Die Sorge darum treibt den Neustädter Amtsausschuss seit Monaten um. Denn obwohl das Komödienfestival eine gemeinsame Initiative der vier Kleeblattkommunen Kyritz, Neustadt, Wusterhausen und Gumtow ist, hat das Amt Neustadt allein die offizielle Rolle des Veranstalters übernommen.

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Sollten die Reihen bei „Schöller“ einmal leer bleiben, hätte das Amt Neustadt unter Umständen ein großes Problem.

Quelle: Alexander Beckmann

Neustadt. Was wird, wenn die „Schöller-Festspiele“ mal abgesagt werden müssen? Wegen schlechtem Wetter, kranken Schauspielern oder sonstigen Unwägbarkeiten? Die Sorge darum treibt den Neustädter Amtsausschuss seit Monaten um. Denn obwohl das Komödienfestival eine gemeinsame Initiative der vier Kleeblattkommunen Kyritz, Neustadt, Wusterhausen und Gumtow ist, hat das Amt Neustadt allein die offizielle Rolle des Veranstalters übernommen. Das hat formal juristische Gründe. Aber es bringt eben auch Belastungen mit sich.

Über einen Ausgleich für den regelmäßig anfallenden Verwaltungsaufwand rund um die Großveranstaltung hat man sich im Kleeblattverbund bereits geeinigt: Das Amt Neustadt übernimmt dafür einen etwas kleineren Kostenanteil an den Ausgaben, die anderen Kommunen leisten etwas mehr. Doch die Frage um die Haftung blieb bislang unbeantwortet. Sollten beispielsweise Einnahmen wegbrechen, weil Vorstellungen abgesagt werden müssen, bliebe die daraus resultierenden Verluste zunächst einmal am Amt Neustadt hängen – eine Aussicht, die die amtsangehörigen Gemeinden angesichts ihrer Haushaltslage wenig begeistert. Im vergangenen Jahr ging die Sache noch glimpflich ab: Der verregnete August bescherte dem Festival deutlich weniger Besucher als erhofft. Den entstandenen Verlust teilten die Kleeblattkommunen unter sich auf. Es ging lediglich um dreistellige Beträge.

Für ernstere Vorfälle hatte das Amt Neustadt den Abschluss einer Versicherung vorgeschlagen. Die Verwaltung holte ein Angebot ein, das nun für Ernüchterung sorgt. Gut 1600 Euro soll die Versicherungsprämie betragen, um Risiken durch Unwetter, Schauspielerausfall oder Diebstahl abzudecken. „Jedoch sind die abschließenden Gespräche zu den zu versicherenden Risiken noch nicht geführt worden“, teilt die Amtsverwaltung mit. „Werden weitere Risiken versichert, steigt die Versicherungsprämie.“

Für Amtsdirektor Dieter Fuchs steht fest: „Das Budget der Festspiele wird 2000 Euro nicht hergeben.“ Die Idee mit der Versicherung ist für ihn damit abgehakt. Dem schlossen sich die Mitglieder des Amtsausschusses am Montag an. Ausschussvorsitzender Karl Tedsen erklärte: „Wir werden diesen Punkt wegen Unmöglichkeit erneut im Kleeblatt thematisieren müssen.“ Neustadt setzt weiterhin darauf, mit dem Veranstaltungsrisiko im Kleeblatt nicht allein gelassen zu werden.

Von Alexander Beckmann

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