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Neustadt bekommt eine Gas-Verdichterstation

Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg baut aus Neustadt bekommt eine Gas-Verdichterstation

Gab es in Neustadt bisher nur eine Erdgas-Einbahnstraße, wird die Anlage zwischen Stadtgebiet und Gestüt derzeit zu einer sogenannten Verdichteranlage ausgebaut. Die erlaubt, dass Erdgas in beide Richtungen strömen kann und dass das Gas in vorgelagerte Netze eingespeist werden kann.

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Nicht gerade unscheinbar: Die Bauten für die Verdichterstation stehen. Derzeit werden sie technisch ausgestattet.

Quelle: Alexander Beckmann

Neustadt. Das sorgte bei vielen Neustädtern dann doch für einiges Rätselraten: intensives Baugeschehen an der Lindenstraße zwischen Stadtgebiet und Gestüt, drei große Betonblöcke entstehen und allerlei Technik drumrum. Was das wohl zu bedeuten hat?

Ein kleineres Bauwerk gab es an der Stelle ja schon seit Jahren. Es gehörte zu der überregionalen Gasleitung, die das Stadtgebiet tangiert, und war sozusagen deren Abzweig ins regionale Erdgasnetz.

Die neue, größere Anlage soll aus der bisherigen Erdgaseinbahnstraße nun eine Verbindung in beide Richtungen machen, erklärt André Studzinski, Pressesprecher der Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg NBB, die landesweit regionale Gasleitungsnetze betreibt. „Wir bauen da jetzt eine Anlage, um das Gas in vorgelagerte Netze einzuspeisen. Wir müssen überall auch mal solche Verdichterstationen haben.“ Die nächste stehe beispielsweise in Pessin.

Im Grunde, so Studzinski, gehe es darum, das Gasnetz möglichst flexibel zu gestalten. Die Anforderungen seien heute andere als noch vor einigen Jahren. „Wir sind gesetzlich auch dazu verpflichtet, Biogasanlagen ans Netz zu bringen“, nennt Studzinski als Beispiel. „Dafür müssen wir unser Netz ständig auf dem aktuellen Stand halten.“

Große Anlagen wie beispielsweise die bei Barsikow erzeugen auch große Mengen Biogas. „Das können Verbraucher ganz normal wie Erdgas verwenden“, sagt André Studzinski. Speziell in den Sommermonaten lässt die Nachfrage allerdings nach, sodass das regionale Leitungsnetz mit den eingespeisten Gasmengen überfordert sein könnte. Anderswo gibt es wiederum durchaus Abnehmer dafür. Doch die überregionalen Gasleitungen, die sogenannten vorgelagerten Netze, arbeiten mit deutlich höherem Druck. Um dort Gas einzuspeisen, braucht man Pumpen und die werden derzeit in Neustadt installiert.

Ein Blick auf die Baustelle genügt, um klarzumachen, dass der technische Aufwand beträchtlich ist. Seit Mitte März wird an der Anlage in der Lindenstraße gebaut. Die Fertigstellung ist nach Auskunft des NBB-Pressesprechers erst für September geplant: „Das Aufwändige ist nicht der Rohbau, sondern die ganze Technik da drin.“ Der Neubau sei Bestandteil eines langfristigen Investitionsplanes. „Und er ist notwendig für den Erhalt der Versorgungssicherheit beim Erdgas“, betont André Studzinski.

Von Alexander Beckmann

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