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Ostprignitz-Ruppin Neustadt lobt gemeinsame Energieverträge
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt lobt gemeinsame Energieverträge
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00:18 12.02.2016
Schon die Straßenbeleuchtung ist für die Kommunen ein erheblicher Kostenfaktor. Quelle: Peter Geisler
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Neustadt

Überm Schreibtisch des Neustädter Amtsdirektors brennt das Deckenlicht. Klar, es ist ein trüber Tag. Doch aus finanzieller Sicht ist der Griff zum Schalter ab sofort sowieso eher zu verschmerzen: Neustadt spart bei den Stromkosten.

Und das Amt steht dabei nicht alleine da: Wittstock, Wusterhausen und Kyritz tun es ihm gleich. Gemeinsam haben die Kommunen im vergangenen Jahr die Stromlieferungen an kommunale Einrichtungen bis Ende 2018 ausgeschrieben. Das Ergebnis bringt durchgehend Einsparungen mit sich.

In Neustadt hat Amtsdirektor Dieter Fuchs das schon mal bis auf den Cent genau ausrechnen lassen. Angenommen, der Energieverbrauch bleibt konstant, müssen das Amt und seine Kommunen in diesem Jahr 48 460,38 Euro weniger an die Versorger zahlen als bisher.

Größter Posten ist der Gasverbrauch. Obwohl nicht einmal alle Kommunen im Amt einen Anschluss haben, rechnet man mit Einsparungen von gut 25 000 Euro jährlich . Beim Strom sind es weitere knapp 23 500 Euro.

Den höchsten Verbrauch – rund 50 Prozent – hat dabei das Amt Neustadt selbst. Schließlich betreibt es unter anderem den Schul- und Sportkomplex in Neustadt. Viel Strom frisst zudem die Straßenbeleuchtung in den Ortschaften. Allein hierbei summiert sich die Ersparnis auf über 10 000 Euro pro Jahr.

Wittstock hatte die Idee

Amtsdirektor Dieter Fuchs ist auf jeden Fall zufrieden. „Das hat unsere Erwartungen mehr als erfüllt. Mit so einer großen Einsparung hatten wir nicht gerechnet.“ Zu verdanken sei dies unbedingt der Kooperation mit den anderen Kommunen. Die Stadt Wittstock hatte Mitte vergangenen Jahres Partner für die Ausschreibung der Energielieferungen gesucht. Ziel war es vor allem, europaweit Angebote einzuholen. Dazu brauchte es ein gewisses Vertragsvolumen. Außerdem bestand die Hoffnung auf einen Mengenrabatt.

„Erfreulich ist natürlich, dass regionale Unternehmen den Zuschlag bekommen haben“, betont der Neustädter Amtsdirektor. Das beste Angebot hätten die Prignitzer Versorgungsunternehmen (PVU) aus Perleberg abgegeben. „Und die Ausschreibungskosten haben sich auf die Partner verteilt.“ Wittstock beauftragte eigens eine spezialisierte Anwaltskanzlei mit den Formalitäten. „Die Stadt hat da für sich was Gutes getan und für uns auch“, lobt Dieter Fuchs.

Auch Kyritz und Wusterhausen sparen

Dabei zeigt sich Wittstock selbst sehr vorsichtig, wenn es darum geht, die Einsparungen zu beziffern. Das lasse sich erst am Ende des Jahres abschätzen, heißt es aus der Stadtverwaltung. In Kyritz hingegen erwartet Kämmerer Michael Köhn rund 10 000 Euro weniger Energiekosten. In der Gemeinde Wusterhausen ist von etwa 29 000 Euro jährlich die Rede. „Dieses Ergebnis ist ein bemerkenswerter Beitrag zur Haushaltskonsolidierung“, schätzte Vize-Bürgermeister Jürgen Gottschalk auf Anfrage ein. „Daneben besteht trotzdem weiterhin hoher Bedarf an energieeffizienten Investitionen.“ Moderne Beleuchtungs- und Heizungsanlagen bleiben also ein Thema.

Für den Neustädter Bauamtsleiter Wolfgang Burau steht aber schon jetzt fest: „Da hat interkommunale Zusammenarbeit funktioniert.“ Amtsdirektor Dieter Fuchs ergänzt: „Man muss eben mit den Dingen anfangen, die den größten Effekt bringen. Da gibt es sicherlich noch mehr.“ Ein Beispiel sei die Beschaffung von Ausrüstung für die Feuerwehren.

Von Alexander Beckmann

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