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Neustadt sucht einen Pächter

Graf-von-Lindenau-Halle Neustadt sucht einen Pächter

Seit dem 1. Oktober betreibt die Stadt Neustadt ihre 1999 eröffnete Reitsport- und Veranstaltungshalle wieder selbst. Der Pachtvertrag mit dem Berliner Bauunternehmer Andreas Fettchenhauer wurde vorfristig aufgelöst. Er war in finanzielle Schieflage geraten. Auch für Neustadt ist das zumindest finanziell erst einmal eine schlechte Nachricht.

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Momentan ist es rund um die Graf-von-Lindenau-Halle sehr ruhig. Doch die nächsten Veranstaltungen sind schon geplant.

Quelle: Alexander Beckmann

Neustadt. Für die Stadt Neustadt bedeutete es die große Hoffnung auf Entlastung des kommunalen Haushalts, als sie Ende Oktober 2012 ihre Graf-von-Lindenau-Halle verpachten konnte. Nun, knapp drei Jahre später, ist diese Hoffnung erst einmal wieder hinfällig. Seit dem 1. Oktober betreibt die Stadt ihre 1999 eröffnete Reitsport- und Veranstaltungshalle wieder selbst. „Wir haben den Pachtvertrag einvernehmlich aufgelöst“, erklärt der Neustädter Amtsdirektor Dieter Fuchs.

Offenbar gingen dem Schritt entsprechende Bemühungen des bisherigen Pächters, der Andreas Fettchenhauer Pferdesport GmbH, voraus. Der Berliner Bauunternehmer war Anfang des Jahres mit der Insolvenz seiner am Bau der „Mall of Berlin“ maßgeblich beteiligten Firma Fettchenhauer Controlling und Logistic in die Schlagzeilen geraten. Dessen ungeachtet hatte er noch Ende Januar angekündigt: „Dass ich meine bisherigen Aktivitäten und Engagements in der Region weiterführen und ausbauen werde.“ Doch wenige Monate später hatte Fettchenhauer dann offenbar doch um die Auflösung des ursprünglich für fünf Jahre abgeschlossenen Pachtvertrages ersucht.

Seit 1999 steht die Graf-von-Lindenau-Halle für Veranstaltungen fast aller Art zur Verfügung

Seit 1999 steht die Graf-von-Lindenau-Halle für Veranstaltungen fast aller Art zur Verfügung.

Quelle: Alexander Beckmann

Für Neustadt ist das zumindest finanziell erst einmal eine schlechte Nachricht. Die lange angestrebte Verpachtung hatte ab 2012 zu einer deutlichen Entlastung der Haushaltslage beigetragen. Rund 30 000 Euro hatte der jährliche Zuschuss der Kommune für den Betrieb der Halle zuletzt betragen. Von einer vergleichbaren Größenordnung geht man in der Amtsverwaltung auch jetzt wieder aus. „Man muss wissen, dass schon alleine für Wartung, Tüv und andere betriebsnotwendige Voraussetzungen zirka 12 000 Euro im Jahr nötig waren“, sagt der Amtsdirektor Dieter Fuchs. Strom, Wasser, Personal und ähnliches kämen noch hinzu.

Je nach Bestuhlung passen fast 2000 Menschen in die Neustädter Halle

Je nach Bestuhlung passen fast 2000 Menschen in die Neustädter Halle.

Quelle: Alexander Beckmann

„Die zusätzlichen Belastungen sind im laufenden Stadthaushalt natürlich nicht eingestellt. Das muss jetzt so gut wie möglich ausgeglichen werden.“ Dieter Fuchs kündigt eine Art Notbetrieb für die Halle an. Die für den Rest das Jahres geplanten Veranstaltungen werde man durchziehen. Sowohl das „Schaufenster der Besten“ als auch die Weihnachtsgala des Gestüts und die Pferdeshow „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ haben externe Veranstalter, an die die Halle jeweils vermietet wird. „Das sind Sachen, die sich etabliert haben und angenommen werden. Das muss man natürlich unbedingt erhalten“, so Fuchs. Darüber hinausgehende, eigene Aktivitäten werde sich die Kommune aber sparen. Wegen der Unwägbarkeiten abgesagt ist bereits das traditionell im Januar anstehende Internationale Springturnier CSI. „Die Veranstalter haben aber großes Interesse, ab 2017 wieder nach Neustadt zu kommen“, teilt der Amtsdirektor mit. In Kooperation mit der Gestütsstiftung arbeite man bereits daran, dem Turnier noch bessere Bedingungen zu bieten.

Top-Event ist seit Jahren das CSI

Top-Event ist seit Jahren das CSI. 2016 fällt es aber aus.

Quelle: Alexander Beckmann

Für Neustadt gehe es jetzt vor allem darum, einen neuen Pächter für die Halle zu finden. „Die Ausschreibung ist in Vorbereitung und wird kurzfristig rausgehen“, sagt Dieter Fuchs. Und was den Erfolg der Suche angeht, sei er „gar nicht pessimistisch“. Er sei überzeugt, dass sich die Graf-von-Lindenau-Halle bei entsprechendem Management langfristig durchaus kostendeckend betreiben lässt. „Man muss eben Ideen einbringen, sehen, was zur Halle passt und entsprechende Werbung machen.“ In jedem Fall aber sei das eine Aufgabe für echte Profis auf dem Gebiet. „Das ist von uns hier nicht zu leisten.“

Die nächsten Veranstaltungen in der Halle

Vom 12. bis 14. November öffnet die Mitteldeutsche Pferdemarketing Gesellschaft MPM wieder das „Schaufenster des Besten“. Bei der Zuchtveranstaltung geht es um die Körung (Bewertung) von Pferden und um ihren Verkauf, inklusive Versteigerung. Auch Showelemente mit Pferd gehören seit Jahren zum Programm. Kontakt: www.schaufenster-der-besten.de.

Am 5. Dezember lädt das Neustädter Haupt- und Landgestüt zu seiner 5. Weihnachtsgala ein. An der märchenhaften Pferdeshow wirkt auch das Blasorchester der Kreismusikschule mit. Beginn ist um 14 Uhr. Karten für 12 bis 25 Euro (Kinder: 8 bis 15 Euro) gibt es unter 033971/60 69 47.

Von Alexander Beckmann

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