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Neustadt Geplantes Museum rückt großes Stück näher
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17:43 07.02.2019
Irina Maslennikova (l.)soll als Museumskuratorin ein Konzept für den Verein Papierfabrik Hohenofen entwickeln, dessen Geschäftsführer Dietmar Miehlke (r.) ist. Quelle: Matthias Anke
Hohenofen

Das ruinöse Gelände der Papierfabrik Hohenofen als international einzigartiges Industriedenkmal ist ein Museum an sich. Doch es soll auch noch ein echtes Museum entstehen rund um die Geschichte dieser Anlage. Wie genau das aussehen könnte, wird jetzt in einem Ausstellungskonzept erarbeitet, für das seit Januar Irina Maslennikova zuständig ist.

Die 33-Jährige bewarb sich auf die entsprechende Ausschreibung des Vereins Patentpapierfabrik Hohenofen. „Ich kannte das Gelände schon vorher und hatte das nun ganz genau abgewogen“, erzählt sie.

Geschäftsführer Dietmar Miehlke vom Verein Patentpapierfabrik und Irina Maslennikova an der historischen Papiermaschine. Quelle: Matthias Anke

Irina Maslennikova kam mit ihrer Familie als Kind aus der Ural-Region in Russland nach Deutschland und lebte in Potsdam. Dort studierte sie später Kommunikationsdesign an der Fachhochschule, organisierte so einige Ausstellungen und Kunstaktionen und wirkte als Kuratorin.

Dietmar und ich kennen uns durch verschiedene Aufträge beispielsweise für Flyer“, erzählt sie mit Blick auf den Geschäftsführer des Vereins Patentpapierfabrik ­Hohenofen, Dietmar Miehlke.

Dokumente sind kistenweise vorhanden und aufzuarbeiten

Vor gut eineinhalb Jahren zog Irina Maslennikova für ihre eigene Familie „raus aufs Land“ – nach Wilhelmsgrille, einem Ortsteil des zu Kyritz gehörenden Dorfes Rehfeld.

Arbeit gibt es für sie in Hohenofen nun genug. Es sind nicht allein die zahlreichen erhaltenen Objekte rund um die Industrieanlage, die sie im Fokus hat. Kistenweise lagern auch Akten. Vieles wartet darauf, archiviert zu werden.

Stelle als Museumskuratorin ist vom Land gefördert

„Ich werde alles sichten und sichern. Und es soll nicht nur gerettet, sondern auch öffentlich vorgestellt werden“, erklärt die Fachfrau. Sie hat dafür eine 40-Stunden-Woche, eine Stelle, die dem Verein vom Landesministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur über die Investitionsbank des Landes Brandenburg zu 80 Prozent gefördert wird – und das ganze drei Jahre lang.

Ihre ersten Wochen nutzt sie, um sich einzuarbeiten. „Das, was ich schon kenne, will ich in Fleisch und Blut übergehen lassen.“ Gute Vorarbeit dazu haben beispielsweise der Heimathistoriker Bodo Knaak aus dem benachbarten Sieversdorf und auch Nina Schuchardt aus Roddahn schon geleistet.

Am Ende geht es immer um den Erhalt des Industriedenkmals

Neu eingebunden werden könnten demnächst auch Auszubildende und Studierende etlicher Fachrichtungen: von Fotografie, Film, Architektur, Bauingenieurwesen über Elektrotechnik bis zum Handwerk.

Zwischenergebnisse sollen bei Podiumsdiskussionen vorgestellt werden, immer mit dem Ziel im Blick, „die Dramaturgie einer Ausstellung zu entwickeln“. Das fertige Konzept dürfte wiederum Grundlage weiterer Förderanträge sein. Am Ende geht es schließlich immer um den Erhalt des Industriedenkmals an sich. Diese Bemühungen gehen laut Dietmar Miehlke parallel zum Museumskonzept weiter. Aktuell liegt ihm eine Baugenehmigung vor, wonach ein Teil des Areals für Veranstaltungen dauerhaft genutzt werden soll statt wie bisher nur per Ausnahmeregelung. Die dazu notwendigen Arbeiten beginnen bald.

Von Matthias Anke

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