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Neustadt Erstes Autotreffen in der Papierfabrik
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt Erstes Autotreffen in der Papierfabrik
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00:20 15.08.2018
Noch tiefer und die Räder würden sich vom Boden lösen. Die Besucher der Hohenofener Papierfabrik bekamen was zum Staunen. Quelle: Foto: Alexander Beckmann
Hohenofen

Die Selbstwaschplätze an den Tankstellen der Region waren am Sonnabendvormittag dicht umlagert. Denn vor der Show kam das Polieren. Über 100 Fahrzeuge versammelten sich am Nachmittag zum 1. Autotreffen in der Hohenofener Papierfabrik.

Da schimmerte der Lack natürlich und die Felgen blitzten. Aber vor allem huldigten die Aussteller ihrer Leidenschaft für tiefe und breite Fahrwerke. Flach kauerten sich die Karossen auf den Rasen zwischen den alten Industriegebäuden. Da passte kein Blatt Papier mehr dazwischen. Noch ein kleines Stück tiefer und die Reifen würden in der Luft hängen.

Fahren soll es natürlich auch

Die Show war alles. In manchem Kofferraum fanden sich Installationen, die an Espressomaschinen erinnerten. All die chromblitzenden Tanks, Leitungen und Pumpen sorgen dafür, dass die Autos trotz ihres flachen Auftritts auf Knopfdruck auch über normale Straßen rollen können. Die allermeisten Teilnehmer am Treffen kamen schließlich auf eigener Achse zum Treffen – bis aus München.

Schon die Premiere des Autotreffens auf dem Gelände der Hohenofener Papierfabrik versammelte über 100 Fahrzeuge. Motto: tiefer, breiter und vor allem ausgefallener.

„Wir sind eine Gruppe von Jungs und Mädels, die die Begeisterung für Fahrzeuge teilen – egal ober tiefer oder höher“, erklärte Mitveranstalter Matthias Weltzin aus Kyritz. „Wir kommen aus ganz Deutschland und aus Österreich.“ „TFNR.SH“ nennt sich der Freundeskreis – gesprochen: „Tiefenrausch“.

Irgendwann sei eben die Idee für die Zusammenkunft in Hohenofen entstanden. „Angefangen hat das mit einem Garagentreffen. Wir wollten die Leute mit ihrem Hobby vor einer schönen Kulisse zusammenbringen. Egal, was für Fahrzeuge, alle können sich miteinander unterhalten.“

Gucken, staunen, reden

Das hat am Sonnabend bei der Premiere ganz offensichtlich gut funktioniert. Es gab keine brüllenden Motoren, keine Showacts zu stampfender Musik. Stattdessen viel Technik fürs Auge und viel Fachsimpelei. Das zog. Zu den ­Ausstellern gesellten sich im Laufe des Tages mehrere hundert Besucher.

Vor allem bekamen sie VW zu sehen vom aufgemotzten 50er-Jahre-Käfer Jahre bis hin zum aktuellsten Modell. Viele Audis und BMWs waren dabei, dazu mancher Japaner. Auch der eine oder andere Porsche war zu finden. Ganz selbstverständlich reihte sich eine Anzahl historischer Fahrzeuge ein.

Da war beispielsweise Hans-Georg Liebenow aus Vehlow mit seinem BMW Dixie von 1931: „Wir sind seit 47 Jahren zusammen unterwegs. Hohenofen ist für uns ja ein Heimspiel.“ Der Dixie ist Liebenows ganz persönliche Mobilitätsgeschichte: „Weil wir keine Trabanten bekommen haben, haben wir eben sowas genommen“, erzählt der 67-Jährige.

Hauptsache etwas besonderes

Oder Artur Schmidt aus Neustadt, der mit seinem Mercedes 220sb von 1959 die definitiv größte Ladung Chrom zum Hohenofener Treffen beisteuerte: Vor über 40 Jahren kam der 78-Jährige zu der Karosse. „Den Wagen haben wir bis zur Wende gefahren. Dann war irgendwann der Motor kaputt“, erzählt Schmidt. „Acht Jahre habe ich bestimmt dran gebaut, aber immer nur im Winter.“ Das Ergebnis der Restaurierung beeindruckt. Am Sonnabend stellte das Schmuckstück manch anderes Fahrzeug weit in den Schatten.

Für Dietmar Miehlke vom Verein „Patent-Papierfabrik Hohenofen“ als Gastgeber des Treffens steht fest: „Einmal im Jahr wollen wir sowas jetzt machen. Das passt einfach hierher.“

Von Alexander Beckmann

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