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Neustadt Bund empfiehlt Ausbau der Bahn nach Berlin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt Bund empfiehlt Ausbau der Bahn nach Berlin
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14:50 29.10.2018
Regional- und Fernverkehr stehen sich zwischen Neustadt und Berlin immer wieder gegenseitig im Weg. Quelle: Alexander Beckmann
Neustadt

Auf Betreiben der Bundesregierung, von Verkehrsunternehmen, Herstellern und Verbänden hat im Oktober das bundesweite „Zukunftsbündnis Schiene“ seine Arbeit aufgenommen. Ziel ist es unter anderem, die Zahl der Fahrgäste in den Zügen bis 2030 zu verdoppeln und auch deutlich mehr Güterverkehr auf die Schiene zu verlagern.

Wie der Neuruppiner CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke jetzt mitteilte, beinhaltet das Konzept umfangreiche Infrastrukturvorhaben wie zum Beispiel auch den drei- bis viergleisigen Ausbau der Strecke Neustadt – Berlin-Spandau. „Dadurch würde die Angebotsqualität für die Pendler in unserer Region deutlich verbessert werden“, freut sich Steineke.

Züge sollen Bahnhöfe immer zur gleichen Stunde anfahren

Hintergrund ist die im Zuge des „Zukunftsbündnisses Schiene“ geplante Einführung eines „Deutschland-Taktes“. Züge sollen Bahnhöfe generell immer zur gleichen Stunde anfahren, also beispielsweise stets um 9.17 Uhr, 10.17 Uhr, 11.17 Uhr. An Umsteigebahnhöfen sollen alle Züge möglichst gleichzeitig eintreffen, um Umsteigezeiten deutlich zu verringern – auch zwischen Regional- und Fernverkehr. Alle Fahrpläne würden unabhängig vom jeweiligen Verkehrsunternehmen zentral abgestimmt. Auf diese Weise will man auch Verspätungen deutlich reduzieren.

In der Schweiz wird ähnliches bereits seit Anfang der 80er Jahre praktiziert. Das Schweizer Bahnnetz gilt als eines der pünktlichsten und effizientesten überhaupt.

Die Strecke Neustadt – Spandau gilt als Engpass

Voraussetzung ist es allerdings, dass die zahlreichen Engpässe im deutschen Schienennetz gezielt beseitigt werden. Anders als bisher sollen dabei die Anforderungen des Fahrplans und damit des „Deutschland-Taktes“ über die Investitionen bestimmen. Die Strecke Neustadt – Spandau ist ein solcher Engpass. Sie wird von den Hochgeschwindigkeitszügen des ICE ebenso genutzt wie von Regional- und Güterzügen. Da nur ein Gleis je Richtung zur Verfügung steht, kommt es immer wieder zu Wartezeiten für Überhol- und Ausweichvorgänge. Mehr Gleise könnten das ändern.

Die Defizite der Bahnverbindung nach Berlin sind in der Region seit Jahren unter anderem bei der Bürgerinitiative Nachtzug Thema. Deren Vorsitzende Barbara Linke aus Barsikow begrüßt die Ankündigung des „Zukunftsbündnisses Schiene“, zeigt sich aber noch skeptisch. „Im Bundesverkehrswegeplan sind solche Vorhaben nicht mit drin.“ Das Konzept setzt allerdings auch eine Frist von zwölf Jahren.

Nachtzuginitiative hält einen Streckenausbau ebenfalls für wichtig

Die Forderungen sind Barbara Linke von Mitstreitern durchaus vertraut: „Die Falkenseer kämpfen schon lange dafür, dass die Strecke nach Berlin ausgebaut wird.“ Auch dabei gehe es um die Konflikte zwischen Regional- und Fernverkehr. Die hiesige Nachtzuginitiative hält einen Streckenausbau ebenfalls für wichtig – immer unter der Maßgabe, dass dadurch auch der Fahrplan im Sinne der Pendler erweitert wird.

Das sieht CDU-Politiker Sebastian Steineke genauso: „Das Konzept ist ein erster, aber wichtiger Schritt zu deutlichen Verbesserungen im Bahnverkehr, auch im ländlichen Raum“, schätzt er ein.

Von Alexander Beckmann

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