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Neustadt Die Bibergitter wirken
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt Die Bibergitter wirken
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00:35 20.05.2018
Vor einem Jahr wurden entlang des Goldbecker Weges Gitter gegen Biber ­installiert. Bislang bewährt sich der Schutz offenbar. Quelle: Alexander Beckmann
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Goldbeck

Der bauliche Schutz der Straße zwischen Goldbeck und Sieversdorf gegen Schäden durch den Biber hat sich bis jetzt bewährt. Dem Sieversdorfer Bürgermeister Hermann Haacke sind in den zwölf Monaten seit Fertigstellung des Bauwerkes jedenfalls keine Klagen über Aushöhlungen in der Fahrbahn mehr zu Ohren gekommen. „Vielleicht hat den Biber ja der Windbruch vom Herbst vertrieben“, spekuliert Haacke nicht ganz ernsthaft. Die Kommune habe mit den Folgen der Stürme momentan jedenfalls mehr zu tun als mit dem Nagetier.

Der Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes „Dosse-Jäglitz“, Gernot Elftmann, äußert sich ähnlich: „Im Moment ist der Biber bei uns nicht so im Fokus. Er ist bestimmt noch da, fällt aber nicht weiter negativ auf.“

Höhlenbauer untergruben die Fahrbahn

Als Biberexperte weiß Joachim Ribbe mit Sicherheit, dass die Tiere nach wie vor aktiv sind. Doch der regional offensichtlichste Auslöser für Konflikte mit dem Menschen sei erst einmal entschärft. „Der Aufwand am Goldbecker Weg hat sich gelohnt“, lautet Ribbes aktuelle Einschätzung.

Die Tiere hatten sich über Jahre an dem viel befahrenen Verbindungsweg eingerichtet. Genauer müsste man sogar sagen: in dem Verbindungsweg. Sie nutzten die Grabenböschung direkt neben der Fahrbahn für ihre Bauten, gruben sich unter dem Pflaster bis zum Acker auf der anderen Seite durch. An dutzenden Stellen war die Straße unterhöhlt. Plötzliche Einbrüche wurden zum unkalkulierbaren Risiko.

Im Juni 2016 musste der Weg schließlich gesperrt werden. Abgesehen von den Umwegen für die Bewohner umliegender Ortschaften hatte das vor allem für die Landwirtschaft Folgen.

Die einzige realisierbare Lösung

Unternehmen und Anlieger drängten. Die Kommunen sahen sich jedoch finanziell überfordert, zumal das Land einen Zuschuss für einen Schutz von einer bestimmten, recht aufwendigen Art der Ausführung abhängig machte.

Am Ende konnte man sich auf eine günstigere, wenn auch noch wenig erprobte Variante einigen: Direkt neben der Fahrbahn versenkten Bauleute des Wasser- und Bodenverbandes innerhalb weniger Wochen auf einer Strecke von rund 900 Metern Stahlgitter senkrecht in den Boden. Auch die Stiftung des Landkreises Ostprignitz-Ruppin unterstützte das Vorhaben finanziell.

Der Weg ist seitdem wieder sicher befahrbar. Von erneuten Schäden ist bislang nichts bekannt – auch wenn der Biber sicherlich noch immer vor Ort aktiv ist.

Von Alexander Beckmann

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