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Neustadt Land und Leute im Sucher
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11:26 07.08.2018
Ohne Kamera geht bei ihr nichts - Wiebke Dürholt bei der Premiere der Schöller-Festspiele 2018. Quelle: Frauke Borchardt
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Kampehl

Eine gute Bekannte der Schöller-Festspiele hat die Premiere um die lustigen Rettungsschwimmer von der „Comödie Dresden“ mit verfolgt. Als „mobile Fotografengesellin“ wie sie sich selber nennt, war Wiebke Dürholt auch schon bei früheren Festivals dabei – natürlich immer mit der Kamera und stets auf der Suche nach den besten Einstellungen, um die Höhepunkte des Komödienfestivals festzuhalten.

Mit der Visite in Kampehl und Umgebung hat die Potsdamerin den Startschuss für ein Langzeit-Projekt gegeben. Die Diplom-Kulturarbeiterin ist zwar schon seit 2006 im Land Brandenburg mit verschiedenen Anliegen unterwegs, was sie sich jetzt vorgenommen hat, dürfte allerdings alles Bisherige überragen.

Fotosessions und Workshops geplant

Am Rande des Festivals informierte Wiebke Dürholt über ihr „Bilderprojekt“. Sie will zwei Jahre lang kreuz und quer im Land unterwegs sein, dabei 1000 Bilder und mehr machen, Fotosessions und Workshops veranstalten, Vorlagen für Kalender, Postkarten, eventuell ein Buch schaffen.

Und wie soll das gehen? Dazu gibt die Fotografin in einem Flyer Auskunft. Da heißt es: „Mittels Crowdfunding erwerbe ich dazu ein Projekt-Wohnmobil, indem die Unterkunft gesichert und ein Projekt-Arbeitsraum stets dabei sein wird. Ich biete an, dass Workshops gebucht werden können. Vielfältige Schwerpunkte sind denkbar, vom reinen Fotografieren lernen, bis zum Erstellen einer gemeinsamen kleinen Ausstellung, Bildbearbeitung- und betrachtung, szenischer Fotografie, Kulturworkshops bis zum Erläutern technischer oder rechtlicher Belange beim Fotografieren.“

Sie hat besonders die ländliche Region im Blick

Das ganze Vorhaben nimmt besonders das flache Land in den Sucher. Gerade die ländlichen Regionen, die Dörfer mit den Bewohnern ihrer kleinen Siedlungen, bieten nach Ansicht der Bildermacherin „Raum für Identitätsbildung, der oft nicht mehr wahrgenommen wird“.

Das Projekt braucht natürlich Partner. In Peter Schroth, den Erfinder der Schöller-Festspiele, hat sie einen schon gefunden. Das Dabeisein bei der Premiere vor wenigen Tagen darf als Auftakt einer weiteren Zusammenarbeit mit den Theaterleuten gesehen werden. Wenn das Festival im kommenden Jahr seinen zehnten Geburtstag feiert, soll eine Ausstellung von Wiebke Dürholt dieses Jubiläum begleiten. Und es gibt weitere Mitmacher. Ein Jugendchor aus Neuruppin, ein bildender Künstler aus der Lausitz und ein Musiker aus dem Landkreis Barnim haben Interessen an Fotosessions innerhalb des Bilderprojektes bekundet.

Finanzierung per Crowdfunding

Natürlich hängt alles vom Geld ab. Crowdfunding, zu Deutsch „Schwarmfinanzierung“ oder „Gruppenfinanzierung“, setzt auf eine Vielzahl von Kapitalgebern. Aktuell fehlen bis zum Start im kommenden Monat noch 19 000 Euro, um mit der Durchführung beginnen zu können. „Aufträge und Beteiligungen werden in der Projektlaufzeit hinzukommen und so das Gelingen über 24 Monate garantieren“, gibt sich Wiebke Dürholt optimistisch.

Berechnet sei das Budget so, dass die benötigte mobile Technik angeschafft werden kann, Versicherungen und Kosten für Kraftstoff im Tank gesichert sind und die Unterwegs-Tage mit einem kleinen Honorar ermöglicht werden. Das wiederum finanziert sich durch Verkäufe von Postkarten und Kalendern, vor allem aber die „Beauftragung“ zu Fotosessions, Workshops und Ausstellungen.

Wiebke Dürholt ist per Mail unter wiebke@duerholt-gbr.de erreichbar.

Von Wolfgang Hörmann

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