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Neustadt Feuerwehreinheiten im Aufwind
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt Feuerwehreinheiten im Aufwind
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13:19 12.01.2019
Der Jahresempfang für alle Mitglieder der Feuerwehren im Neustädter Amtsgebiet erfolgte diesmal in Stüdenitz. Hier: Gruppenbild der Geehrten. Quelle: Matthias Anke
Neustadt

Die Feuerwehreinheiten im Neustädter Amtsgebiet scheinen sich personell wieder zu erholen. Dieses Fazit nahmen die Gäste des nunmehr schon dritten gemeinsamen Jahresempfangs für alle Feuerwehrleute des Amtes mit, der diesmal in Stüdenitz erfolgte. Demnach hat sich mit aktuell 159 aktiven Mitgliedern die personelle Situation nach dem Tiefpunkt von 2017 mit 157 Mitgliedern offenbar stabilisiert, statt weiter abzurutschen.

Hinzu kommen sechs Leute aus anderen Wehren, die in Neustadt beim Fahrzeugbauer Hüffermann arbeiten und die Tagesbereitschaft mit absichern. Zudem liegt die Ist-Stärke in allen Wehren mit Ausnahme von Breddin noch erkennbar über dem Soll. „Damit stehen wir nicht schlecht da“, sagte Amtsbrandmeister Heino Arndt.

Fast 100 Kinder und Jugendliche in den Wehren Grund zur Freude

Dass nach Dreetz 2017 und Breddin 2018 die Wahl für diesen Empfang 2019 auf Stüdenitz fiel, hatte zwei Gründe: Zum einen feiern die Stüdenitzer am 22. Juni 110-jähriges Bestehen mit einem Fest samt Umzug und Wettkämpfen. Wehrführer Mathias Krebs nutzte die Gelegenheit, für diesen Termin zu werben. Zum anderen gibt es in Stüdenitz eine neue Jugendfeuerwehr mit auf Anhieb neun Mitgliedern.

Nicht nur die Stüdenitzer ließen damit die Statistik nach oben schnellen. Im Vergleich zu 2017 wuchsen die Jugendwehren insgesamt um 22 Mitglieder. Mit den unterm Strich nun 98 Kindern und Jugendlichen bestehen so große Nachwuchshoffnungen wie schon lange nicht mehr. Ein toller Termin für sie alle ist der 10. August. Dann ist Neustadt Gastgeber der im Wechsel mit Kyritz und Wusterhausen erfolgenden „Stadtrallye“.

Ausbau des Gerätehauses in Breddin als dringende Aufgabe

Amtsbrandmeister Arndt sprach in seiner Bilanz für 2018 von 76 Einsätzen. Davon waren 39 Brände und 37 Hilfeleistungen. In Erinnerung bleiben neben dem Waldbrand bei Dreetz im Juli, bei dem die Agrargenossenschaft eine große Hilfe war, der Waldbrand bei Treuenbrietzen und auch die Rettung eines Kindes, das im September in Breddin seinen Arm in einem Betonmischer eingeklemmt hatte. Im Oktober sorgte das Feuer auf einem Bauernhof in Goldbeck für einen größeren Einsatz.

Amtsdirektor Dieter Fuchs ging auf zurückliegende und bevorstehende Investitionen ein – auch in Relation zu anderen Ausgaben. So wurde 2018 die neue Aufwandsentschädigungssatzung erstmals angewandt. Mit Blick auf den notwendigen Um- und Ausbau des Gerätehauses in Breddin versprach Fuchs: „Die Feuerwehr Breddin ist nicht vergessen. Da sind wir dran“. Für das Projekt gab es zuletzt kein Fördergeld, „weil der Topf alle war“.

Der 71-jährige Bernd Görn (l.) aus Giesenhorst ist seit 50 Jahren Feuerwehrmann. Zu den Gratulanten gehörten in Stüdenitz auch Amtsdirektor Dieter Fuchs (Mitte) und Karl Tedsen (r.), der Vorsitzende des Amtsausschusses. Quelle: Matthias Anke

Fuchs sprach den Feuerwehrleuten mehrfach persönliche Dankbarkeit wie auch die seitens des Amtes als sogenannten Träger des Brandschutzes aus. Die Anwesenden mögen es in ihren Einheiten weitergeben. Besser aber wäre es gewesen, wenn mehr Gäste gekommen wären, so Fuchs angesichts der 50 Leute im Saal. Weniger als ein Drittel aller Mitglieder seien „zu wenig“.

Dass auch von der Kreisebene kein Vertreter kommen konnte, sei ebenso „bedauerlich“. Denn obgleich in den nun folgenden einzelnen Jahresversammlungen der Wehren verdiente Mitglieder geehrt werden, wurden diese Kameraden in Stüdenitz auch seitens des Amtes gewürdigt: für 10, 20, 30 und 40 Jahre treue Dienste.

Doreen Erpen (l.) aus Dreetz erhält das Ehrenzeichen der Landesjugendfeuerwehr in Silber. Seitens des Amtes Neustadt gab es nun ein Präsent obendrauf sowie allerhand Glückwünsche wie hier vom Amtsbrandmeister Heino Arndt und dem Dreetzer Wehrführer Thomas Dalchow (r). Quelle: Matthias Anke

Der 71-jährige Bernd Görn aus Giesenhorst wurde für nun schon 50 Jahre als Feuerwehrmann beglückwünscht. Doreen Erpen aus Dreetz erhält das Ehrenzeichen der Landesjugendfeuerwehr in Silber. Heino Arndt bekommt für 30 Jahre als Neustädter Ortswehrführer das Feuerwehrehrenzeichen des Landes, Sonderstufe Gold.

Von Matthias Anke

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